Mittwoch, 24. November 2010

Gottferner Weihnachtsmarkt ist mir schnuppe

Derzeit beginnt wieder die Phase der deutschen Weihnachtsmärkte - berühmt berüchtigt wie z. B. der Christkindl-Markt in Nürnberg. Gestern war die Eröffnung des diesjährigen Wiesbadener Weihnachtsmarktes, der ich mit zwei Freunden beiwohnte. Der Markt ist wirklich ein Markt, da in den unzähligen einheitlich blauen Buden von afrikanischen Kunstgegenstände über Wollmützen, Töpfe und Pfannen, Emailleschilder, Küchenreiben und Porzellan bis zur Weihnachtsdeko aus dem Erzgebirge fast alles erhältlich ist - nicht zu vergessen der obligatorische Glühwein, dazu Fischbrötchen, Currywurst und Laugengebäck. Stimmungsvoller Budenzauber - Fehlanzeige!



Foto: www.wiesbaden.de

In Wiesbaden heisst der Weihnachtsmarkt "Sternschnuppenmarkt", warum das so ist, weiss ich nicht. Marketingalleinstellungsmerkmal? Vielleicht möchte man auch nicht - politisch korrekt - die religiösen Gefühle Andersgläubiger verletzen, wenn man die Betonung auf Weihnachten legt. Aus diesem Grund wurde bereits vor vielen Jahren im progressiven US-Bundesstaat Kalifornien der öffentlich ausgestellte Weihnachtsbaum in "Freundschaftsbaum" umgetauft.

Zurück in die hessische Landeshauptstadt: Überall beleuchtete Sterne und Palmwedel. Weihnachten steht hinten an, vom Christkind keine Spur im Konsum- und Kommerzrummel. Auf der Bühne Live-Musik, die aber nicht als Weihnachtslieder zu identifizieren waren. Dazu merkwürdige Darbietungen, bei denen Magie im Vordergrund steht! Zur Erinnerung: Magie = Zauberei, Gaukelei, Blendwerk mit Hilfe von Dämonen und Geistern (siehe Wikipedia!). Passt zu Weihnachten wie Feuer zu Wasser...


Foto: www.wiesbaden.de

Der große, ca. 20 m hohe Weihnachtsbaum, auf den die Veranstalter sehr stolz sind, ist mit einer Lichterkette "geschmückt", die aus hunderten nur reinweißen Energiesparglühlampen besteht. Zudem noch einige hellweiße Stroboskop-Lampen, deren Blitzlichter im Zweisekundentakt an- und ausgehen. Der Sinn dieses Beleuchtungskonzepts ist unbekannt! Gemütlichkeit geht anders...

Hier ein Video von der Eröffnung mit Feuerwerk:
www.youtube.com/watch?v=roq_DDDfHEA

Vor der altehrwürdigen Marktkirche steht jedes Jahr ein kleiner Stand, der auch Bibeln und andere christliche Bücher, Kalender, Prospekte etc. feil bietet. Da ich zeitlich etwas vor dem verabredeten Termin vor Ort war, führte mich mein erster Weg zielstrebig dorthin. Vorgestern hatte ich die "Vision", selbst an diesem Stand aktiv zu sein und den Menschen zuzurufen "Gottes Segen - Jesus liebt Sie!". Gestern am Stand angekommen, prüfte ich Angebot, Standbesetzung und Umfeld. Da war die Vision plötzlich völlig fremd geworden, weil die weihnachtliche Atmosphäre total fehlte. Mit meinem "Vorhaben" hätte ich mich genauso gut vor den Hauptbahnhof oder an eine Autobahnraststätte stellen können. Man hätte mir sicher den Vogel gezeigt. Unerhört!

Die meisten Menschen kommen nicht wegen der Geburt des Erlösers auf den Schlossplatz, sondern um quasi-vorweihnachtliche Atmosphäre aufzunehmen, sich vom Geschenkekauf auszuruhen, um zu sehen und gesehen zu werden, um sich mit Waren einzudecken und um Glühwein zu trinken oder um einfach Gott einen guten Mann sein zu lassen...


Foto: www.wiesbaden.de

Interessanterweise traf ich mich genau vor einem Jahr - ebenfalls eher zufällig als geplant - zur "Sternschnuppenmarkt"-Eröffnung mit denselben Freunden zum Wiedersehen und Austausch. Das hatte fast schon Déjà-vu-Charakter. 2009 standen wir noch eine gute Stunde am Glühweinstand und sahen uns das Publikum an. Dieses Jahr gings zuerst direkt zum etwas abgelegenen Thailänder Abendessen, dann nach kurzer, tangentialer Marktüberquerung ohne Stopp in den Ratskeller, um gemütlich ein Kloster-Andechs-Bier zu trinken.

Weihnachtsmarkt, nein danke! Der Gedanke und das Gedenken von Weihnachten ist in dieser postmodernen Veranstaltung völlig verloren gegangen. Von Jesus, Gottes Sohn und unser Erlöser, dessen Geburt begangen werden soll, keine Spur! Das macht einen echten Christen echt betroffen! Was Jesus wohl sagen würde, wenn er das sinnentleerte Spektakel vor Ort mitansehen dürfte? Der Wiesbadener "Sternschnuppenmarkt" wäre ihm bestimmt schnuppe!


Foto: www.wiesbaden.de

Genaugenommen steht in der Bibel - die einzig zuverlässige Quelle über Gott - ja nichts von Weihnachten, zumal der Zeitpunkt der Geburt Christi unbekannt ist. Irgendwann wurde der Event auf den Termin der heidnischen Sonnenwendfeier gelegt - so wie viele andere Festivitäten vor langer Zeit mit christlichen Inhalten angefüllt wurden. Beispiel: Das Wort Ostern kommt von der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera, deren Symbol das Ei war. Der Ostern-Termin liegt auf dem germanischen Frühlingsfest.

Zu Weihnachten bzw. an Heilig Abend wird die "Weihnachtsgeschichte" aus dem Lukas-Evangelium immer wieder gerne vorgelesen wird. Damit steht sie auf einer Ebene mit den Märchen der Gebrüder Grimm. Nur viel kuscheliger! Der Grund, warum das süße Jesuskindlein im Stall zu Bethlehem auf diese Welt kam, bleibt leider unerwähnt. Dabei lässt sich die Angelegenheit in einem Satz zusammenfassen: "Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).


Fotomontage: Mike Meurer/Martin Emrich

Interessant wäre diesbezüglich eine statistische Erhebung unter den "Sternschnuppenmarkt"-Besuchern, wie viele Menschen diesen "Polarstern" des Christentums kennen und auch an ihn glauben bzw. befolgen. Ich glaube, das Forschungsergebnis wäre niederschmetternd. Vor diesem Hintergrund wäre es umso wichtiger, sich an einem Stand aktiv zu betätigen und Gottes Wort und Liebe unter die Menschen zu bringen. Das würde aber höchstwahrscheinlich eher als störend empfunden...



In diesem Sinne: Eine schöne Adventszeit und Frohe Weihnachten!

Dienstag, 23. November 2010

Zitat des Tages:

"Ach, denkt nicht, wie groß ihr werdet. Das wird sich finden, wenn ihr klein geworden seid."
von Martin Luther

"Diejenigen jedoch, die sich über die anderen stellen, werden gedemütigt werden, und die, die demütig sind, werden erhöht." (Matthäus 23,12)

Jesus ist in Demut auf diese Welt gekommen:
"So hat auch Christus sich nicht selbst erhöht, um Hoher Priester zu werden. Nein, er wurde von Gott erwählt, der zu ihm sprach: »Du bist mein Sohn. Heute habe ich dich gezeugt<<." (Hebräer 5,5)

Dienstag, 16. November 2010

Hilfe: Gott hat einen Plan für mich - und für Dich!

Aloe Blacc - I Need A Dollar
"In diesem Song geht es nicht um Geld, sondern um Hilfe", sagt Aloe Blacc. "Einige Sachen die ich hier anspreche sind mir selbst passiert, andere kenne ich von engen Freunden. Als ich mit dem Schreiben anfing, habe ich mich an den frühen Sklavengesängen aus den Südstaaten orientiert. Zu dieser Zeit entstand ja bei der Arbeit auf den Baumwollfeldern dieses Prinzip, dass es einen Vorsänger gibt und einen Chor, der dessen Textzeile jeweils wiederholt." (Quelle: http://www.hr3.de/)



Aloe Blacc - I Need A Dollar (deutsche Übersetzung)

Hey, ich brauch'n Dollar, n'Dollar, n'Dollar is' alles, was ich brauch'.
Hey, ich brauch'n Dollar, n'Dollar, n'Dollar is' alles, was ich brauch'.
Hey, ich könnte dir meine Geschichte erzähl'n, wenn du mir n'Dollar dafür gibst!

Weißt du, es kommen wirklich schlechte Zeiten, und ich?
Ich ernte jetzt, was ich überhaupt nicht gesät habe!
Na ja, ich sag dir was: Is' eben nicht alles Gold, was glänzt!
Ich hatte jede Menge Ärger und'n hartes Stück Weg hinter mir.
Na und jetzt? Jetzt such ich einen, der mir wenigstens mal'n kleines Stück aus der Patsche hilft.

Ich brauch'n Dollar, n'Dollar, n'Dollar is' alles, was ich brauch'.
Hey, ich brauch'n Dollar, n'Dollar, n'Dollar is' alles, was ich brauch'.

Weißt du, ich hab' keine Ahnung, ob ich auf'm richtigen Weg bin,
denn links und rechts, alles um mich rum, bricht so langsam in sich zusammen.
Und alles was ich brauche, ist jemand, der mir jetzt einfach mal ein bisschen hilft.

Ja, ich hatte schon nen Job! Aber mein Boss hat mich gefeuert!
Hat mir einfach gesagt: Tut mir leid, ich brauch' dich nicht mehr.
Ich sag noch: Bitte, Herr Chef, ich brauch den Job mehr, als du wahrscheinlich ahnst.
Aber er gab mir nur n'letzten Scheck und schickte mich dann zur Tür hinaus.

Ich brauch'n Dollar, n'Dollar, n'Dollar is' alles, was ich brauch'.
Hey, ich brauch'n Dollar, n'Dollar, n'Dollar is' alles, was ich brauch'.

Mann, was soll ich denn jetzt nur machen?
Is' da vielleicht irgendjemand, der mir mal n'Dollar leiht?
Irgendjemand, der mir wenigstens ein paar von meinen Sorgen abnimmt?

Na ja, vielleicht liegt ja die Lösung aller Probleme hier, in der Flasche da, drin.

Hat mir früher schon oft geholfen, mein Kumpel.
Vielleicht kennst du ihn ja. Darf ich vorstellen: Whisky und Wein ist sein Name.
Ja, und für meinen Kumpel, da hab ich meinen letzten Cent hergegeben.
Mein Wein, der ist nämlich gut zu mir und hilft mir die Zeit totzuschlagen.
Und mein alter Kumpel Whisky hier, der wärmt mich mehr als jeder Sonnenstrahl.
Die Mutter allen Übels, sagst du? Dann schau doch mal genau hin! Die Kinder da, die machen's doch schon genauso!

Wenn Gott irgendeinen Plan für mich hat, dann hoffe ich mal, er hat ihn nicht Stein gemeißelt.
Denn den könnte ich gar nicht mehr schleppen, so kaputt wie ich bin.

Aber ich schwör' dir, beim Grab meines Großvaters, wenn ich irgendwann heimkomm, dann krieg ich, was ich verdien'.

http://www.youtube.com/watch?v=lDyUhI1ArPo

Persönliche Anmerkungen des Bloggers, den dieser Song ungewöhnlich inspiriert hat:
1. Im Leben geht es immer um Hilfe, nicht um Geld
2. Man kann AUCH mit Geld helfen
3. Kein Alkohol ist auch keine Lösung, aber kenn' Dein Limit! Weniger Akohol aus Verantwortung. Kinder ahmen nach, was sie sehen. Zeige durch dein Vorbild Verantwortung und halte deinen Alkoholkonsum in Grenzen. (www.kenn-dein-limit.de)
4. Gott hat einen Plan für jeden Menschen, denn jeder Mensch ist Ihm besonders wertvoll. Doch der Lebensplan ist nicht in Stein gemeisselt und nie schwerer, als man tragen kann. Jesus: "Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid...mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht" (Matthäus 11, 28-30).
5. Wenn wir "Heim kommen" zum himmlischen Vater, bekommen wir auf jeden Fall, was wir verdienen: "Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, damit jeder seinen Lohn empfange für das Gute oder das Schlechte, das er in seinem Leben getan hat" (2. Korinther 5,10).
6. Nach dem Tod fängt das Leben erst richtig an!

Mittwoch, 3. November 2010

Hillsong oder wie kommt das Licht in die Welt

Auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herrn hier ein Bericht zum Hillsong London-"Konzert" am Montagabend in der Ballsporthalle FFM-Höchst, das ich mit Andi (36, Augenarzt aus WI und Teilnehmer der Israel-Reise) besuchte.

Ankündigung des Veranstalters:
Die lebendige ’Message’ und die mitreißenden Praise- und Worshiplieder sind das Markenzeichen von Hillsong. Das Hillsong London Music-Team wirkt jedes Wochenende bei Gottesdiensten mit und kommt nun mit einer Auswahl der besten Musiker und Sänger auf Tour.
Ihr Anliegen, die Größe Gottes wiederzuspiegeln ist in ihren Konzerten unverkennbar und stets im Mittelpunkt. Während der letzten drei Jahre hat Hillsong London mit Ihrer weltweiten Tour Menschen aus vielen Nationen unvergessliche Momente bereitet und in die Gegenwart Gottes geführt. Ihre Leidenschaft besteht darin Menschen zu helfen, die Realität Gottes zu spüren, und Begriffe wie Gnade und Liebe neu zu verstehen. Die Band sieht sich als Teil der weltweiten Kirche und arbeitet mit Begeisterung daran, andere zu motivieren, ein Werkzeug Gottes zur Veränderung der Welt zu sein.



Genau das haben die Musiker umgesetzt, die nicht antraten, um zu unterhalten, Lieder zu spielen, oder Party zu machen, sondern einzig um Gott die Ehre zu geben und gemeinsam mit den Besuchern einen Lobpreis- und Anbetungsabend zu gestalten.
"Wir sind keine Band und geben keine Zugaben", sagte der charismatische Sänger am Ende, "aber wir haben noch zwei Lieder für Euch, dann ist Schluss für heute".

Die Live-Musik - von ca. 20.30 bis 22.45 Uhr - im unverwechselbaren Hillsong-Stil: rockig-mitreissend oder balladig einfühlsam. Die Liedtexte zum Mitsingen per Beamer auf die Großbildleinwand projiziert inkl. deutscher Übersetzung.
Allerdings sträuben sich bei mir die Nackenhaare bei Texten wie "Herr erbarme Dich!", denn das haben wir doch hinter uns - dank Jesus. Allein seine Gnade genügt und die ist überreichlich vorhanden und für jeden erhältlich, der sie in Anspruch nehmen möchte. Ich muss das Geschenk nur abholen, brauche nicht darum zu bitten oder es zu verdienen. Doch freut sich "der liebe Gott" über ein Bekenntnis, dass ich als unvermeidlicher Sünder seine Gnade und Vergebung benötige!

Zwischendurch wurde beim "Konzert" auch gebetet und der Sänger hat den Anwesenden auf unnachahmlich-sympathische Weise ein freiwilliges Bekenntnis für Jesus als Herr des Lebens "abgerungen". Diejenigen, die es schon geleistet hatten, konnten es bei dieser Gelegenheit erneuern und bekräftigen. Stark!

Alterdurchschnitt der ca. 2.000 bis 3.000 Besucher: Mitte 20. Habe insgesamt 2 Personen gesehen, die älter waren als ich, gleichalt und zwischen 35 und 47 keine. Komisch!?
Hillsong spielt diesen Herbst fünf Konzerte in Deutschland und die Besucher kamen an diesem Abend aus bis zu 100 km Entfernung wie ich nach der Veranstaltung an den Autokennzeichen ablesen konnte. In diesem Umkreis von Frankfurt wohnen geschätzte 5 bis 7 Mio. Menschen - vor diesem Hintergrund hätte ich ein größeres Interesse erwartet. Enttäuschend!

Trotz allen Tiefgangs blieb ich an diesem Abend seltsam unberührt und habe das Spektakel von ganz oben-hinten betrachtet, während sich Andi unten vor der Bühne ins Getümmel stürzte um in der Menge abzurocken. Irgendwie fühlte ich mich nur (am Rande) dabei statt mittendrin. Jesus war weit weg für mich, ich konnte seine Anwesenheit - im Gegensatz zum Bandleader - an diesem Abend nicht spüren. Der Sänger hingegen bestätigte die "presence of god" in der Ballsporthalle. Muss wohl an mir gelegen haben - ich kann mittlerweile dem Event-Christentum nicht mehr viel abgewinnen. Freue mich zwar, viele "Gleichgesinnte" zu sehen und zu treffen, fühlte mich aber nicht als Teil der Veranstaltung. Im Gegensatz zu den Menschen aus aller Welt, die ich kürzlich in Israel traf, hatte ich auch kein Interesse an einer "Kontaktaufnahme".

Passend dazu und echt super der Blogeintrag meines Freundes Geo (http://uthixo.blogspot.com/) vom selben Tag: "Der Pfarrer leistet die Arbeit des Sämanns" (!!!). Meine Meinung: niederschwellige religiöse Angebote gehen meist/oft am Kern des Glaubens vorbei (JESUS!), lenken z. T. sogar davon ab. Da lauert bei allen guten Absichten der Event-Veranstalter auch eine große Gefahr für die Schafe, die die Stimme nicht selbst hören können.


Beim Verlassen der Ballsporthalle kaufte ich mir ncoh die neue Hillsong Live-CD "A beautiful exchange", die für meinen Geschmack melodisch etwas eintönig ist, aber auch ein schönes Highlight enthält. Hier die Verse meines neuen Lieblingslieds - wie könnte es anders sein: die Nummer 12 auf der CD

Thank you

Thank You for Your kindness
Thank You for Your mercy
Thank You for the cross

Thank You for the price You paid
Thank You for salvation
Thank You for unending grace
Thank You for Your hope
Thank You for this life You give

There is no one like You
There is no one like You God
All my hope is in You
Jesus, Jesus

Thank You for Your promise
Thank You for Your favour
Thank You for Your love
Everything You’ve done for me

To Your Name
We give all the glory
To Your Name
We give all the praise
You’re alive

Our God everlasting
Let Your face shine on us


In der DANKbarkeit liegt die ZuFRIEDENheit! So wie der Mond von sich aus nicht leuchten kann, er aber doch die Nacht (Finsternis) erhellt, kann der Mensch Licht sein, wenn er sich von Gott anstrahlen lässt ("Let your face shine on us"). Wir sind sogar von Jesus dazu aufgefordert:
"Ihr seid das Licht der Welt - wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können" (Matthäus 5,14).
Jeder kann Kirche für andere sein, anstatt "niederschwellige Angebote der Kirchen" zu konsumieren.


"It's relationship, not religion" - deshalb sollen und können wir direkt zu Jesus gehen, statt zu "niederschwellingen kirchlichen Angeboten"! To him all the glory - Soli Deo Gloria!
"Gott hat uns geschaffen, damit wir Gemeinschaft mit Ihm haben. Das ist der eigentliche Sinn des Lebens", so Brennan Manning (Geistlicher aus USA). Alles weitere entsteht aus dieser Gemeinschaft. Jesus hat uns das beispielhaft vorgelebt! Deshalb verstehe ich unter dem vielzitierten Begriff "Nachfolge", ebenfalls aus dieser Gemeinschaft zum himmlischen Vater zu leben. Diese Beziehung ist das Fundament - der Fels, auf dem man sein (Lebens)Haus bauen soll.


Jesus ist für uns am Kreuz gestorben, sonst niemand - kein Papst, Bischof, Pfarrer oder anderer Religionsstifter oder -gründer. Es gibt keine Erlösung außer durch Jesus Christus - there is no salvation in any name but Jesus Christ (siehe Spalte links außen). ER ist mein Erlöser, nicht meine Religion!
Thank YOU!

Sonntag, 24. Oktober 2010

(Zeit)Reise nach Jerusalem

Abflug Israel: 11 Tage dauerte die Gruppenreise mit der Wiesbadener Marktkirchengemeinde ins „gelobte Land“ im Oktober 2010, davon 9 echte Rundreisetage. Dass sich Ulli und ich der uns bis dahin fremden Marktkirchengemeinde anschlossen, war von unserer Seite aus reiner Zufall.
In knapp vier Stunden von Frankfurt nach Tel Aviv, wo die 32-köpfige Reisegruppe in den frühen Morgenstunden im Hotel in Cäsarea eintraf. Reise nach Jerusalem: In wenigen Tagen durch viele Jahrtausende reisen - die Geheimnisse der heiligen Stätten zwischen Thora, Bibel und Koran.

Hier die kurze Skizzierung des Reiseverlaufs:
1. Tag: Tel Aviv, Cäsarea Maritim (Paulus Gefangenschaft), Berg Tabor, Tiberias am See Genezareth
2. Tag: Kapernaum, Jesus-Boot, Jordanquelle, Cäsarea Philippi, Berg der Seligpreisungen, Golanhöhen
3. Tag: Bootsfahrt auf dem See Genezareth, Akko (Kreuzritterhallen), Karmelberg, Drusendorf, Bahai-Tempel, Haifa, Nazareth
4. Qumran, Baden im Toten Meer, Massada (Felsenfestung von Herodes), Nimrod-Festung (Kreuzritterburg)
5. Tag: Kibbutz von Ben Gurion, Bethlehem (Mauer, Geburtskirche), Ölberg, Jerusalem (Altstadt)
6. Tag: Jerusalem (Tunnel Westtor), Via Dolorosa, Eröser- und Grabeskirche, Garten Gethsemane, Berg Zion, jüdisches Viertel
7. Tag: Jerusalem Neustadt, Mea Shearim, Knesset, Israel-Museum, Yad Vashem
8. Tag: Emmaus, Ashkelon, Yaffo, Tel Aviv (Stadtrundfahrt, Baden im Mittelmeer)
9. Tel Aviv (Diaspora-Museum, Stadtbesichtigung, Shopping)

Hier der Link zum Bericht des "Wiesbadener Tagblatt":
http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/wiesbaden/meldungen/9538041.htm

Die Rundreise zu den biblischen Orten im „Holy Land“ war zugleich auch eine Zeitreise. Rund 1.200 v. Chr. nahmen die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten das Land ein, 968 v. Chr. wurde von König Salomon in Jerusalem der erste Tempel gebaut, Herodes baute im Jahr 4 v. Chr. des zweiten Tempel, dann kam die Zeit Jesu, 1099 kamen die Kreuzritter nach Israel, 1948 die Staatsgründung - bis in die Gegenwart wurden rund 3.200 Jahre abgedeckt.

Nachfolgend kein Reisebericht – dafür gibt es ADAC-Reiseführer – sondern persönliche Anmerkungen zum „Heiligen Land“ und seinen Einwohnern:

1. Heilige Stätten
Die Lokalisierung der sog. Heiligen Stätten stellt sich oft schwierig dar, kompliziert und eher entmutigend, da sie nicht exakt zu finden sind. Alles ist wenig präzise. So präsentiert die Geburtskirche Jesu keinen Stall sondern eine Höhle und die Grabeskirche einen angefertigten Holzschrein, in den man absteigen muss, um einen Blick in eine kleine Gruft zu werfen. Der biblische Ort Emmaus wird mit vier Ortschaften in Verbindung gebracht. Nichts genaues weiss man nicht.

In Jerusalem findet man noch die Grundmauern des zweiten Tempels von Herodes, allerdings rund 18 Meter unter dem heutigen Niveau des Tempelberges. Die Klagemauer ist unten der obere Rand aus der Zeit Herodes, der die Steine in einer besonderen Art behauen ließ. Danach wurde immer wieder aufgestockt.
Es muss nicht unbedingt das "Jerusalem-Syndrom" sein, das manche Touristen befällt, aber vielleicht lag es an an der unpräzisen Lokalisierung, dass ich beim Besuch der "heiligen Stätten" nicht sonderlich berührt war.

2. Tourismus - die erste
In Israel sind April und Oktober die Hauptreisezeit, da es im Sommer viel zu heiß ist. Es fahren unzählige Reisebusse mit Touristen durch die Landschaft, überall sind die Busparkplätze überfüllt und an den heiligen Stätten herrscht oft unangenehmes Gedränge und Geschubse. In den Restaurants ist um die Mittagszeit kaum ein Platz zu finden. Eine sehr ernüchternde Erfahrung!
Touristen kaufen gerne Souvenirs. Diese gibt es in Israel an allen Ecken. Höhepunkt war eine Dornenkrone Jesu, die mit Echtheitszertifikat ausgeliefert wurde, das sich bei näherem Hinsehen allerdings aufs Olivenholz bezog.
Im Jerusalemer Souvenirladen "Mazel Tov" gab mir die Besitzerin beim Verlassen des Geschäfts noch eine Visitenkarte mit auf dem Weg. Folgender Text ist auf der Rückseite zu lesen:
Prayer for travelers
May it be your will Lord, our God and God of our fathers, to guide us in peace, to sustain us in peace and to bring us home in peace.
Save us from every enemy and disaster on the way and from all calamities that threaten the world.
Hear our supplication for you listen to prayer and supplication .
Praised are You, Lord, who hears prayers.


3. Tourismus - die zweite

Menschen aus aller Welt kommen nach Israel, um das Land Jesu zu sehen, riechen, schmecken und zu fühlen. Alle wollen die heiligen Stätten besichtigen. Man begegnet Reisegruppen aus: USA, Russland, Italien, Ghana, Spanien, Indien, Südafrika, Neu-Seeland. Man trifft Menschen aus der ganzen Welt mit denen man sich auf eine bestimmt Art gleich verbunden fühlt. Irgendwie unbeschreiblich, aber ein schönes Gefühl!

4. Immer unterwegs - on the road again
Bei der Israel-Rundreise ist das Busfahren die Hauptbeschäftigung. Die Orte liegen nicht immer auf einer Route und so kommen einige Kilometer und Stunden Fahrzeit zusammen. Wohl dem, der in einem modernen Reisebus unterwegs ist und nicht mit einer abgetakelten Kutsche. Auch wenn Israel nur ungefähr so groß ist wie Hessen, verbringt man viel Zeit im – hoffentlich klimatisierten – Bus. Deshalb geht es bereits morgens früh gegen 7.30/8 Uhr los, denn der Tag neigt sich bereits ab 17 Uhr und die nur kurze Dämmerung setzt um 17.30 Uhr den natürlichen Besichtigungsschlusspunkt.

5. Reisegruppe
Durch Busfahrten und Besichtigungen und Hotelunterkunft verbringt man viel Zeit mit der Reisegruppe – auf engstem Raum. Eine homogene Reisegruppe ist deshalb von Vorteil, gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfe sind Pflicht, Ermahnung (Pünktlichkeit) an der Tagesordnung.
32 Personen waren bei unserer Reise eine gute Gruppengröße, die Glieder und Freunde der Marktkirche Wiesbaden waren schon nach kurzer Zeit eine harmonische Truppe.

6. Reiseführer
Jede Reisegruppe muss in Israel einen örtlichen Reiseführer buchen, einen Tourguide aus Israel. Mit seiner Person steht und fällt die Qualität der Reise: Charisma, Deutschkenntnisse, Fachwissen, Pädagogik, Motivation.

Unser Reiseführer Danny war 85 Jahre alt, in Deutschland geboren, kurz vor Kriegsbeginn nach Israel ausgewandert, Zeitzeuge der gesamten Geschichte des Staates Israel von 1948 bis heute, langjähriger Kibbutzbewohner, großes Charisma, eloquent in fließendem Deutsch mit rheinländischem Akzent, geistig und körperlich topfit – besser geht es nicht.
Wichtig sind auch die Bibelkenntnisse des (jüdischen) Guides, denn an vielen Stellen und Stätten wird aus der Bibel zitiert.

7. Wetter
Der ADAC-Reiseführer gab für Oktober Temperaturen im Bereich von 16 bis 26 Grad an. Vorgefunden haben wir einen Hitzestau mit 28 bis 38 Grad, dabei aber trocken, denn Israel ist ein Wüstenstaat (Juda, Negev).
Viel heiß bedeutet viel trinken, mindestens 2 Liter am Tag. Am Anfang und Ende jedes Stopps und jeder Besichtigung waren Toilettenbesuche Pflicht, was teilweise nervig war. Die Frage Nr. 1 lautete immer: „Wo sind die nächsten Toiletten?“ Einmal musste der Bus auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame (Ulli) mitten in der Wüste anhalten.

8. Menschen
Die Juden sind ein Volk, dass in ihrer rund 4.000-jährigen Geschichte immer bedroht und verfolgt wurde und sich zeitlebens nach Frieden sehnt. In alle Welt zerstreut (Diaspora) hat es erst seit 14. Mai 1948 einen eigenen Lebensraum, den Staat Israel. Dort gibt es bis heute mehr Probleme als Lösungen – sowohl in der Innen- als auch in der Außenpolitik.
In der jüngeren Vergangenheit hat sich das Land enorm entwickelt, auch wegen seiner ausgeklügelten Bewässerungstechnik.
Die Israelis sind sehr aufgeschlossen und freundlich. Ressentiments gegen Deutsche aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit habe ich nicht feststellen können. Mit einer Gruppe junger israelischer Soldaten/-innen hatten wir in Jerusalem eine sehr nette Begegnung. Nach einer fünfminütigen Unterhaltung mit dem Kommandanten fragte ich, ob die Möglichkeit zu einem Foto bestehe, was er fast glücklich bejahte. Die junge Rekrutin präsentierte sich unverhofft anschmiegsam - eine herzliche Begegnung, die abrupt endete, weil der Bus vorfuhr und alle schnell einsteigen mussten. Danke fürs Posieren!


9. Holocaust
Im Holocaust-Museum Yad Vashem schämt man sich als Deutscher und will sich am besten gar nicht zu erkennen geben. Es sind aber eher die anderen ausländischen Gruppen, die einen schräg anschauen – aus Ländern, wo Indianer oder Aborignies ausgerottet wurden oder die in ihrer Kolonialzeit ausgebeutet und gemordet haben. Wer mit dem Finger auf einen anderen zeigt, auf den zeigen zeitgleich drei andere Finger.
Damit soll der Holocaust nicht verharmlost werden! Die Ausstellung in Yad Vashem zielt nicht auf Schockzustände, sondern ist eine nüchterne Ausstellung mit vielen Originalstücken, -dokumenten und -filmen, die man in einem Tag nicht alle besehen kann.
Beim Rundgang ist man sehr bewegt, die Tränen stehen einem in den Augen bei soviel unfassbarem Leid. Danach ist man erstmal völlig bedient, tieftraurig, fassungslos!

10. Juden
Der Staat Israel basiert auf dem jüdischen Glauben. Die Juden haben als Grundlage die Thora (5 Bücher Mose aus dem Alten Testament) sowie den Talmud mit Kommentaren, Auslegungen und „Durchführungsbestimmungen“. Da sie nicht an Jesus als den im AT angekündigten Messias glauben, erwarten sie dessen Ankunft noch immer. Die ultra-orthodoxen Juden erkennen den bestehenden Staat Israel nicht an, weil sie glauben, dass dieser erst vom erwarteten Messias gegründet werden wird.

Es gibt ultra-orthodoxe, orthodoxe, religiöse und säkulare Juden. Ein besonderes wichtiger Glaubensschwerpunkt ist das Gesetz Mose, bestehend aus den 10 Geboten. Dazu kommen weitere mehr als 600 Gesetze, die es einzuhalten gilt, z. B. kosheres Essen. Wer das am besten schafft, steht vor Gott am besten da. Das gipfelt für Christen in einigen nicht nachvollziehbaren „Kuriositäten“:
- Am Sabbat (Samstag) werden in Hotels die Schuhputzmaschinen abgestellt, da Juden keine Maschinen in Bewegung setzen dürfen
- Sabbataufzug: Es ist verboten am Sabbat durch Knopfdruck den Aufzug in Bewegung zu setzen, deshalb wird er vom Hotel so eingestellt, dass er automatisch auf jedem Stockwerk hält – ohne Knopfdruck.

11. Selbsterlösung vs. Jesus
Niemand will den Juden verbieten, so zu leben, wie sie es für richtig halten. Das gebietet die Religionsfreiheit und die Toleranz gegenüber Andersgläubigen.
Doch als Christ drängt sich die Frage auf, ob Gott dieses Streben nach Gesetzestreue und
-erfüllung wirklich so wichtig ist. NEIN!
Christen wissen,
- dass uns Gott als seine Kinder angenommen hat (1. Joh 3,1) und uns liebt (1. Joh 4,16)
- dass uns Jesus durch die Liebe vom Gesetz befreit hat
- dass man sich Gottes Gunst nicht durch Werke/Taten verdienen kann bzw. muss
- dass man sich nicht seiner Taten/Werke rühmen soll, damit keiner versuche, besser dazustehen als der andere – alle Ehre gebührt Gott
- dass man sich nicht selbst erlösen kann, z. B. durch Werke/Taten sonst hätte Jesus nicht sein Leben für unsere Sünden geben und der Vater ihn nicht senden müssen (Joh 3,16)
- dass Jesus kam, um zu suchen und zu retten, was verloren ist
- dass allein Gottes Gnade genügt (2. Kor 12,9).

Jesus selbst hat in der Bibel gesagt:
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, kein Weg führt zum Vater ausser durch mich.“
oder
„Wer den Sohn hat, hat das Leben – wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht.“


Fazit: Alle Versuche der Selbsterlösung können eingestellt werden – auch in Israel. Denn wir sind bereits erlöst durch Jesu Kreuzestod. Wir müssen Ihn nur als unseren persönlichen Erlöser annehmen. Dazu braucht es Bekenntnis und Hingabe. Gott hat uns gerettet durch Jesus, damit wir frei sind. Freiheit ist die Bestimmung der Kinder Gottes! Er wartet mit offenen Armen auf alle Menschen.

12. Mission in Israel
Vor dem Hintergrund von Punkt 11. freute es mich ganz besonders als ich von einer kleinen Gruppe Menschen auf der Haupteinkaufsstrasse von Tel Aviv angesprochen wurde, weil mich die zwei Finnen und ihre israelische Freundin mit Jesus bekannt machen wollten. Sie gaben mir einen Flyer der Organisation yeshua4u.co.il, den ich leider nicht lesen konnte, da dieser zielgruppengerecht auf hebräisch verfasst war.


Die Situation war schnell geklärt und ich wünschte den engagierten und freundlichen „Missionaren im Holy Land“ viel Erfolg und Gottes Segen. Gerade Israel braucht Jesus! Denn der Preis für die Erlösung der Menschheit ("Lösegeld") ist bereits voll bezahlt.

Alles hat ein Ende: Am elften Tag ging unser Rückflug schon morgens um vier Uhr. Gegen Mitternacht verließen wir das Hotel und unterzogen und am Flughafen Tel Aviv einer zweistüngigen Sicherheitskontrolle. Die Nerven lagen blank: Zuerst unzählige Fragen zu Reise und Gepäck beantworten, dann Koffer durchleuchten, dann wieder Fragen zum Gepäckinhalt beantworten, dann Koffer ausräumen und wieder einräumen!
Im Flieger kein Auge zugemacht, weil nur geschnieft, genossen, geschneuzt und gehustet wurde. Anscheinend haben die "Deutsche Leute", so der palästinensische Guide in Bethlehem, die kalte Klimaanlagen-Luft nicht vertragen und sich den Duft geholt.
Morgens 8.30 Uhr müde Ankunft in Frankfurt. Temperatursturz: Reise durch die Nacht und wenn man endlich schlaflos ankommt ist es saukalt - von 36 nach 6 Grad. Dafür im Gepäck viele warme Gedanken und Erinnerungen ans "Holy Land" – und einen Ohrwurm: das Lied „Hevenu shalom aleichem“, was soviel bedeutet wie: "Wir wollen Frieden für alle" (http://www.youtube.com/watch?v=uctHC15iii8).

Shalom!

Donnerstag, 9. September 2010

It's relationship, not religion!

"Es würden sicher mehr Menschen in den Himmel wollen, wenn sie nicht Angst haben müssten, dass es dort so zugeht wie in der Kirche!" (Jones in dem Buch "Die Begegnung" (2009) von Andy Andrews). Treffender kann man es kaum formulieren! Gott wohnt nicht in von Menschen gemachten Gebäuden, sondern im Himmel (2.Chronik 20,6) bzw. in seinen Kindern (Römer 8,10 & 11 bzw. 1. Korinther 6,19). Wenn er also in Dir lebt, hast Du Ihn immer bei Dir. Er ist in der Tat immer bei Dir - auch wenn man es nicht immer fühlen kann.


Das ändert aber nichts an der Tatsache Seiner Anwesenheit: "Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit", so Jesus in Matthäus 28,20. Das ist die beste Versicherung die man im Leben abschließen kann. Bei Sach- oder Lebensversicherungen sagt man ja immer: "Die beste Versicherung ist die, die man nicht braucht!". Im Falle von Jesus ist das Gegenteil der Fall: Erstens ist die Police kostenlos, zweitens kann man nicht tiefer fallen als in Gottes Hand (Margot Käßmann) und drittes will uns Jesus ein Leben in Fülle schenken (Johannes 10,10). Wenn Er mit mir ist, wer kann da noch gegen mich sein?

"It's relationship, not religion", so der US-amerikanische Evangelist Bayless Conley. Auch er trifft damit den Nagel auf den Kopf. Religion ist die äußere Hülle des Glaubens, die von Menschen gestrickt wurde. Jesus hat uns vom Gesetz und allen Gesetzlichkeiten befreit. Es kommt nur und ausschließlich auf unsere persönliche Beziehung zu Gott an. Das zählt und sonst nichts. Aus der intimen Beziehung zum himmlischen Vater ergibt sich alles weitere: "Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten" (Johannes 14,15). Das ganze Leben ist diesbezüglich eine Sache zwischen Dir und Gott. Er ist Dein größter Fan und der zuverlässige Zuschauer in der Arena Deines Lebens. Er sorgt für Dich, wenn Du Dich Ihm anvertraust. Er führt Dich durchs Leben - besser als jedes Navigationssystem. Überall auf der Welt! Er ist Dein Kompass, der verlässlich die Richtung angibt.


"Don't go to church - go to Jesus", denn bei Ihm findet man alles, was man in der Kirche vergeblich sucht. Er ist die pure Quelle des Lebens, warum sich also mit einem kleinen Rinnsal zufrieden geben. Wer bei Ihn anklopft, denm wird die Tür geöffnet (Matthäus 7,8 & Lukas 11,10). Es ist Deine freie Entscheidung, Dich Ihm zu- oder Dich von Ihm abzuwenden. Eins ist sicher: Er wartet sehnsüchtig auf Dich! So wie der Vater auf den verlorenen Sohn gewartet hat (Lukas 15). Für jeden einzelnen Menschen hat er sogar schon Sein Leben vor 2000 Jahren gegeben - aus reiner Liebe (1. Johannes 4,8 & 16).


Der "König der Könige" ist auch für Dich gestorben - und auferstanden. Dadurch hat er gezeigt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Für jeden, der an Ihn glaubt. "Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16). Dieser "Polarstern" der Bibel fasziniert mich jedesmal wieder, weil er so klar, einfach und prägnant den gesamten christlichen Glauben zusammenfasst. Grandios!
Es ist Deine Entscheidung, dies zu glauben und es zu Deiner Wahrheit im Leben zu machen! Jesus hat uns versichert: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Johannes 14,6). Jeder Tag ist ein Neustart und eine Chance, zu Ihm zu kommen. Es ist nie zu spät - aber je früher, desto besser.

Gott ist nur ein Gebet weit entfernt!

Dienstag, 7. September 2010

Die Zeit ist kostbar und es gibt noch viel zu tun!

Wenn man bedenkt, ist es Zeit!

Wenn man bedenkt, dass der Tag 24 Stunden hat,
wenn man bedenkt, dass das Jahr 365 Tage hat,
wenn man bedenkt, dass ein Leben wenige Jahre zählt -
ist es Zeit, sich aus der Umklammerung zu lösen,
ist es Zeit, Grenzen zu erfahren,
ist es Zeit, nach vorne zu blicken
und das Leben zu leben, als wäre es der letzte Tag -
bevor die letzte Stunde schlägt!

verfasst von Mike Meurer im Frankreich-Urlaub am 13. 09. 1994, 14 Uhr - und heute wiedergefunden

"Egal, in welchem Alter, in welcher körperlichen Verfassung oder finanziellen Lage Sie sich befinden, egal, welche Hautfarbe, welches Geschlecht, welchen emotionalen Zustand oder welche religiöse Überzeugung Sie haben: Alles, was Sie tun, jede noch so kleine Handlung macht etwas aus. Für uns alle. Und für immer."

aus dem Buch "Die Begegnung" (2009) von Andy Andrews, Seite 95