Montag, 28. Februar 2011

Hell's Bells: CDU-Guttenberg läutet dem Teufel die Höllen-Glocken

.Vergangene Woche fand in der Stadthalle von Kelkheim am Taunus ein großes CDU-Event statt. Die drei Buchstaben CDU stehen nach wie vor für "Christlich Demokratische Union". Ein Eintritt in diese Volkspartei ist aber für Anhänger aller Welt- und Naturreligionen offen - derjenige muss sich nur mit den (christlichen) Werten identifizieren können, so die hessische Parteizentrale in Wiesbaden auf meine telefonische Nachfrage. Was sind das überhaupt für Werte und was bedeutet "christlich"?

Als Gastredner kam der leibhaftige Karl-Theodor zu Guttenberg (KTG oder Gutti) nach Kelkheim, seines Zeichens Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland. Im Beisein des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und hunderten Gästen hat sich "Gutti" für seine unbewusst ausgiebig gefälschte Doktorarbeit entschuldigt und den akademischen Grad coram publico zurückgegeben. Laut der Internetseite "Guttenplag" sind zwei Drittel der Dissertations-Seiten Plagiate. Die Bezichtigung des absichtlichen Betrugs bezeichnete der Selbst-Verteidigungsminister einen Tag später bei einer Fragestunde im Bundestag zu Berlin als "üble Nachrede".


Bericht über den Kelkheimer Auftritt des Selbstverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vom 27. 2. 2011.

Zurück in die übervolle Kelkheimer Stadthalle, wo sich Guttis Einzug folgendermaßen ereignet haben soll (siehe FAS) und jetzt kommts: Als ehemaliger Aufleger bei Junge-Union-Partys steht der 39-Jährige auf die australische Rockband AC/DC, die mit dem Titel "Hell's Bells" vor vielen Jahren für Furore gesorgt haben. Bei Volksfesten ist Gutti sogar schon öffentlich mit einem AC/DC-T-Shirt aufgetreten (s.u.). Ein bekennender Fan und Anhänger also! Da in dem AC/DC-Titel "Hell's Bells" das Wort Hölle vorkommt, kann es nicht schaden, einen Blick auf den Text und Inhalt des Songs zu werfen, bei dem die Kelkheimer CDU-Stadthallen-Gäste lustig mitgeklatscht haben:

I'm rolling thunder, pouring rain
I'm coming on like a hurricane
My lightning's flashing across the sky
You're only young but you're gonna die
I won't take no prisoners won't spare no lives
Nobody's putting up a fight
I got my bell I'm gonna take you to hell
I'm gonna get ya, satan get ya
Hell's bells
Hell's bells, you got me ringing
Hell's bells, my temperature's high
Hell's bells
I'll give you black sensations up and down your spine
If you're into evil, you're a friend of mine
See the white light flashing as I split the night
'Cause if good's on the left then I'm sticking to the right
I won't take no prisoners won't spare no lives
Nobody's puttin' up a fight
I got my bell I'm gonna take you to hell
I'm gonna get ya satan get ya
Hell's bells
Hell's bells, you got me ringing
Hell's bells, my temperature's high
Hell's bells
Hell's bells, satan's coming to you
Hell's bells, he's ringing them now
Those hells bells, the temperature's high
Hell's bells, across the sky
Hell's bells, they're taking you down
Hell's bells, they're dragging you down
Hell's bells, gonna split the night
Hell's bells, there's no way to fight
Hell's bells
Der Text ist nicht nur unheimlich, denn der Teufel singt hier höchstpersönlich, der die Masse mit Höllenglocken bis ins Mark erschauern lässt, der niemanden verschonen will und alle kriegt - nicht nur die Freunde des Bösen: "I'm gonna get ya, satan get ya!". Der Fürst der Finsternis will uns mit in die Hölle nehmen, keinen verschonen - soviel ist klar, denn aus seinen Absichten macht Satan keinen Hehl. Er will alles tun, was uns Menschen irgendwie von Gott wegbringt. Dazu benutzt er jede List und jede Verkleidung. Jedes Mittel ist ihm recht! Klatscht da noch jemand?


Der Teufel, wie man ihn sich vor 400 Jahren vorstellte: mit Hörnern und Pferdefuß.

Dass sich der Teufel gerne schön verkleidet, um die Menschen zu täuschen, wusste bereits "The king of rock", Elvis Presley, und brachte es in seinem Lied "Devil in disguise" deutlich zum Ausdruck - der Teufel im Verhüllten:

Du siehst aus wie ein Engel,
gehst wie ein Engel,
sprichst wie ein Engel, +
Aber ich bin klüger geworden
Du bist der Teufel im Verhüllten
Oh ja das bist du
Der Teufel im Verhüllten
Du täuschst mich mit deinen Küssen,
Du betrügst und du heckst,
Der Himmel weiß, wie du mich angelogen hast
Du bist nicht, wie du erscheinst
Du siehst aus wie ein Engel,
gehst wie ein Engel,
sprichst wie ein Engel,
Aber ich bin klüger geworden
Du bist der Teufel im Verhüllten
Oh ja das bist du
Der Teufel im Verhüllten
Ich dachte, ich wäre im Himmel
Aber ich war wirklich überrascht
Himmel hilf mir, ich hab ihn nicht gesehen
Den Teufel in deinen Augen
Du siehst aus wie ein Engel,
gehst wie ein Engel,
sprichst wie ein Engel,
Aber ich bin klüger geworden
Du bist der Teufel im Verhüllten
Oh ja das bist du
Der Teufel im Verhüllten
Du bist der Teufel im Verhüllten
Oh ja das bist du
Der Teufel im Verhüllten
Oh ja das bist du
Der Teufel im Verhüllten
Nachdem Elvis zu Lebzeiten bereits klüger geworden war, kann man nur für Gutti und die CDU beten, dass auch ihnen diese Einsicht offenbar wird. Wie paradox wirkt es da doch, wenn sich AC/DC-KTG von seinen Kelkheimer Anhängern, die ihn abschließend mit fünf Minuten stehenden Ovationen bedachten, mit dem Wunsch und den Worten "Gottes Segen" verabschiedet. Gutti war vor der Plagiats-Affäre einer der beliebtesten Politiker des Landes und sich selbst seiner Vorbildfunktion als Minister bewusst. Auch seiner Rolle als unbewusst-bewusster Teufelsanbeter? "Himmel hilf mir, ich habe ihn nicht gesehen!", betete Elvis.


AC/DC-Fan Karl-Theodor zu Guttenberg klatscht der Band Beifall.

Findet Gott (bzw. Jesus Christus als Namensgeber) in der CDU mit ihren vielen Affären eigentlich noch statt?
Kann ein Christ diese politische Partei noch wählen, wenn an höchster Stelle und öffentlich mit dem Teufel sympathisiert wird?
Ist Jesus nicht gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören (1. Johannes 3,8)?
Jeder hat eine WAHL-Möglichkeit (z. B. am 27. 3. 2011) und die sollte er nach bestem Wissen und Gewissen nutzen! Doch wo ist die Alternative?
Jesus zu seinen Jüngern in Markus 10,41-45: "Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele."

Soli Deo Gloria!

Sonntag, 20. Februar 2011

Nicht zum Erfolg berufen, sondern zur TREUE

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Christians -
by Maya Angelou

When I say... "I am a Christian"
I'm not shouting "I'm clean livin'."
I'm whispering "I was lost,
Now I'm found and forgiven."

When I say... "I am a Christian"
I don't speak of this with pride.
I'm confessing that I stumble
and need Christ to be my guide.

When I say... "I am a Christian"
I'm not trying to be strong.
I'm professing that I'm weak
And need His strength to carry on.

When I say... "I am a Christian"
I'm not bragging of success.
I'm admitting I have failed
And need God to clean my mess.

When I say... "I am a Christian"
I'm not claiming to be perfect,
My flaws are far too visible
But, God believes I am worth it.

When I say... "I am a Christian"
I still feel the sting of pain.
I have my share of heartaches
So I call upon His name.

When I say... "I am a Christian"
I'm not holier than thou,
I'm just a simple sinner
Who received God's good grace!

Das einzige, was einen Menschen tief drinnen stärken bzw. erlösen kann, ist Gottes Gnade.
Und diese Gnade kann nur erfahren, wer selber seine bodenlose Bedürftigkeit eingesehen und in seinem Leben angenommen hat.
Die Er- und Bekenntnis der eigenen Sündhaftigkeit ist der erste und beste Schritt zu Gott.

Er hasst die Sünde, aber Er liebt den Sünder bedingungs- und grenzenlos.
Deshalb muss niemand Angst haben, Gott die eigenen Sünden zu bekennen - im Gegenteil: Es ist der einzige Weg davon befreit zu werden.

Jesus hat den Weg am Kreuz frei gemacht, indem Er die Sünden der Welt trug (Jesaja 53,12 - Galater 1,4 - 1. Johannes 2,2).
Kolosser 1,13-14: "Der Vater hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden."

Dienstag, 15. Februar 2011

Erdbeben am Valentinstag: Rhein-Main wachgerüttelt?

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Was ist denn hier los? Das dritte Erdbeben in nur zwei Monaten: Nicht am anderen Ende der Welt, sondern vor der eigenen Haustür! Am Valentinstag hat es an der Lahn in 12 km Tiefe ordentlich gerumst. Nein, es waren nicht die Herzen der Verliebten, die die Erdoberfläche haben erzittern lassen. Das Beben in Rhein-Main hatte - wie die beiden davor - einen geophysikalischen Grund. "Wann wird´s gefährlich?", fragt die tagesaktuelle BILD-Zeitung - wie immer besorgt um das Wohl ihrer Leser. "Nicht schlimmer als ein Lastwagen", so die Überschrift in der heutigen FAZ, Rubrik Rhein-Main Hessen.


Stichwort "Erdbeben" - da war doch was? Richtig! Das Naturphänomen wird auch in der Bibel erwähnt. In der Luther-Übersetzung (1984) kommt das Wort insgesamt 19 Mal vor. Wo ist die Relevanz? Kriege, Erdbeben, Hungersnöte - "das ist der Anfang der Wehen" (Markus 13,8). Mit Wehen ist die Ankündigung der Wiederkunft von Jesus Christus auf die Erde gemeint. Er selbst hat sein zweites Kommen immer wieder angekündigt. In der Landeskirche wird diese Prophezeiung kaum bis nicht thematisiert, deshalb hat sie auch keinen Raum in der öffentlichen theologischen Diskussion.


Dieser Teil von Gottes Vermächtnis in der Bibel wird lieber den Endzeit-Apokalyptikern überlassen oder Hollywood, denn der Stoff taugt zum Verfilmen von Gänsehaut-Horror-Science-Fiction-Drama-Thrillern. Am Sonntag lief erst "Der Tag, an dem die Erde stillstand", in dem das Ende der Menschheit gerade nochmal abgewendet werden konnte. Puh, Glück gehabt! Dabei leben wir bereits in der Endzeit, so die Bibel. Diese Zeit begann mit Jesus und der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Urchristengemeinde an Pfingsten: "In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen..." (Apostelgeschichte 2,17). Dieser finale Zeitabschnitt ist also vor rund 2.000 Jahren angebrochen.


Jetzt haben wir es uns gerade in all unseren technischen Errungenschaften so gemütlich gemacht und alles soll schon wieder vorbei sein? Das können wir nicht zulassen! Das Haus ist auch noc nicht abbezahlt und der Sparvertrag läuft erst in drei Jahren aus. Nach mir die Sintflut, bitte! Wann isses denn soweit?

Niemand kennt den Tag und die Stunde, wann Jesus wiederkommen wird, nicht einmal er selbst: "Niemand kennt jedoch den Tag oder die Stunde, zu der all diese Dinge geschehen werden, nicht einmal die Engel im Himmel oder der Sohn selbst. Nur der Vater weiß es" (Markus 13,32). An anderer Stelle sagt Jesus, "dass der Tag des Herrn unerwartet kommen wird wie ein Dieb in der Nacht" (1. Thessalonicher 5,2).


Jesus weist uns aber immer wieder auf die Begleitumstände hin, die Sein zweites Kommen ankündigen werden: Kriege, Erdbeben, Hungersnöte, Gesetzlosigkeit, erkaltete Liebe, Not und Schrecken. Als er zu seinen Jüngern in Matthäus 24 über die "Zukunft der Welt" spricht, lehrt Er sie, wie man die Zeichen der Zeit erkennen soll - Zeichen für den Beweis, dass das Ende nahe ist: "Lernt vom Feigenbaum: Wenn seine Knospen weich werden und die Blätter zu sprießen beginnen, wisst ihr, dass der Sommer kommt, ohne dass es euch jemand sagt. Wenn ihr also seht, wie alle diese Dinge passieren, dann wisst ihr, dass die Wiederkunft des Menschensohnes vor der Tür steht" (Matthäus 24,33).

Dieses globale Ereignis wird nicht unbemerkt bleiben, sondern auf der ganzen Welt wahrgenommen werden, denn es "wird sich die Sonne verfinstern, der Mond wird nicht mehr leuchten, die Sterne werden vom Himmel stürzen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert" (Matthäus 24,29). Schließlich wird "das Zeichen für das Kommen des Menschensohns am Himmel erscheinen". Also, immer Ruhe bewahren! Keiner muss Angst haben, etwas zu verpassen.

Jesus mahnt uns auch zur Furchtlosigkeit in dieser "Schreckenszeit": "Habt keine Angst, diese Dinge müssen geschehen!" Wer bis zum Ende durchhält, wird gerettet werden (Matthäus 24,13). Das ist keine politische Durchhalteparole, sondern der Aufruf, unseren Glauben nicht von unseren Lebensumständen beeinflussen zu lassen. Der Glaube ist die feste Hoffnung auf das, was man noch nicht sieht.


Die meisten kennen die Bibelgeschichte (Matthäus 14,25 ff) als Jesus über das Wasser geht. Er fordert Petrus - im Boot mit den anderen Jüngern - auf, Ihm entgegenzukommen. Das klappt auch zuerst ganz gut, denn Petrus setzt seinen Fuß im Glauben aufs Wasser. Als dann Wellen und Wind zunehmen, bekommt er Angst und sinkt ein. Wellen und Wind stehen in dieser Geschichte für unsere Gefühle und Sinneswahrnehmungen. Wenn wir diesen mehr Vertrauen schenken als dem allmächtigen Gott, werden wir untergehen. Nur wer ganz auf Gott vertraut, geht auf Nummer sicher - egal wie die Lebensumstände aussehen.
Da kann beim Erdbeben getrost auch mal ein Buch aus dem Regal fallen...

Dienstag, 8. Februar 2011

Kirche und Fußball: Kick it like Jesus

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Fußball wird oft als "Ersatzreligion" bezeichnet - einzelne, herausragende Spieler von den Fans sogar als "Fußball-Gott". Auf den ersten Blick haben Fußball und Kirche nicht viel gemeinsam. Sie stehen sich eher diametral gegenüber: Die Kirche als verstaubter Ort, wo Menschen einem Gott huldigen, ohne den doch vordergründig alles bestens funktioniert. Auf der anderen Seite die "Fußlümmelei" - so ein Terminus Technicus aus den Anfangszeiten der Ballsportart - die seit gut 100 Jahren das moderne "Brot und Spiele" darstellt, das die Massen in den Bann zieht. Vor den TV-Geräten oder live in den modernen Stadien und Arenen.


Geländeplan der "Commerzbank Arena" in FFM

Zum Beispiel in der "Commerzbank-Arena" in Frankfurt/Main, wo ich heute Vormittag beruflich zu tun hatte. Auf dem Geländeplan am Eingang fiel mir die Kirche ins Auge, die ich unbedingt besuchen wollte und auch in einer hinteren Ecke des "Business Clubs" fand. Ich betrat einen schlichten Raum, der seit rund vier Jahren in Betrieb ist. Hier finden - so zu sehen an den Wandfotos - vornehmlich Hochzeiten und Kindstaufen statt. Aber auch Fan-Andachten, aufgrund des beschränkten Platzangebotes können das aber nicht sehr viele sein. Das christliche Kreuz sieht man erst auf den zweiten Blick, da es aus Milchglas eher symbolisiert wird. Dachte schon, diese "Kirche" sei interreligiös.


Blick in den Kirchenraum der "Commerzbank-Arena".

Beim Eintritt in die "Commerzbank-Arena"-Kirche wird man auf einem Schild darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, einen Eintrag im Gästebuch zu hinterlassen. Dort fand ich den Eintrag einer Konfirmandengruppe die schrieb: "Wir sind begeistert, wie viele Gemeinsamkeiten es bei Kirche und Fußball gibt". Mir wollten beim besten Willen keine einfallen.


Erklärschild: Dass viele Menschen in diesem Kirchenraum Gottes Segen erfahren.

Letztendlich ist Fußball ein menschgemachtes Spiel, das sowohl der sportlichen Leibesertüchtigung dient als auch dem Zeitvertreib. Fußball gilt mittlerweile als weltweit beliebteste Mannschaftssportart - eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antreten, mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen. Es geht immer ums Gewinnen!


Andacht für Fußball-Fans.

Das Wort Kirche hat hingegen drei Bedeutungen: sakrales Bauwerk, einzelne Religionsgemeinschaft oder Gemeinschaft der Christen, wobei im griechischen (kyriaké ekklesia) ursprünglich letzteres gemeint war „Versammlung des Herrn bzw. dem Herrn gehörige Versammlung“. Meiner Meinung nach wird die Kirche von den lebendigen Steinen der Gläubigen gebildet. Da geht es nicht um Spielen, Zeitvertreib oder Gewinnen und Verlieren. Wer einen Blick auf die Ur-Kirche in der Apostelgeschichte (Kapitel 2) wirft, bekommt einen ganz neuen Eindruck von Kirche, als Versammlung (ekklesia) der Christen: "Alle Gläubigen kamen regelmäßig zusammen und teilten alles miteinander, was sie besaßen. Sie verkauften ihren Besitz und teilten den Erlös mit allen, die bedürftig waren" (Verse 44-45). Hier geht es um eine innige Gemeinschaft, die von gegenseitiger Fürsorge und Liebe geprägt ist.


Gläubige bitte hier entlang...

Beim Fußball ist sowohl der "Teamgeist" wichtig, aber auch das "Zweikampfverhalten" der Spieler auf dem Platz. Blutgrätsche! Auf den Zuschauerrängen kommt es mitunter zu Ausschreitungen, weil der Verein und seine Farben "Religion" sind. Diese werden manchmal auch mit (Waffen)Gewalt verteidigt. Eine derartige "Fankultur" gibt es in keiner anderen Sportart!


Hereinspaziert: an Spieltagen aus Sicherheitsgründen geschlossen!

Deshalb ist es eher kaum begeisternd, wie wenig Kirche und Fußball gemein haben. Trotzdem und gerade deswegen gehört die Kirche ins Stadion: "Die Gesunden brauchen keinen Arzt - wohl aber die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder zu rufen, nicht Menschen, die sich schon für gut genug halten", so Jesus in Markus 2,17. Das bedeutet nicht, dass die Fußballer oder Fans krank sind und ich mich für gut halte. Am Freitagabend gehe ich auch mal wieder ins Stadion und freue mich schon auf den fairen "Teamgeist" aller Beteiligten - in der Hoffnung, dass alle gesund bleiben...


Blauer Hiummel: Auch über der Frankfurter "Commerzbank-Arena" scheint die Sonne.

Montag, 7. Februar 2011

"Einheit von Glaube und Liebe" in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

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"Und glücklich ist der Mensch, dem, in einem Anderen, die Einheit von Glaube und Liebe wenigstens einmal im Leben sichtbar geworden ist."
Autor Lorenz Jäger (*1951), deutscher Soziologe und Journalist, hat in der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) vom 6. Februar 2011 auf Seite 9 einen interessanten Artikel verfasst. In der Rubrik "Ansichten" titelt die Überschrift "Liebe, Kreuz und Glaube".

Zum Inhalt: Das Christentum mit seinen mehr als 2 Milliarden "Bekennern" (Getaufte würde hier sicher besser passen!) ist heute die am meisten verbreitete Religion der Welt. Dass dies auch nach der "Entkolonisierung" so sei, müsse "etwas mit den Inhalten des Christentums zu tun haben", folgert Jäger richtig. Denn nur dieser Gott sei ein Gott, der Liebe ist - anstatt an nur ein liebender Gott, wie z. B. die Götter der Antike, die zahlreiche Geliebten hatten.



Auf den Punkt gebracht hat Kollege Jäger darüber hinaus, dass wir das symbolische Kreuz Jesu eher als "furchtbar" ansehen, anstatt "so merkwürdig es klingt", ein Zeichen von Gottes Liebe. Nach Johannes 3,16 gab Gott seinen einzigen Sohn als Opfer, weil er die Welt so sehr liebte. Kein Wunder, sie war ja auch seine Schöpfung. Dieser Gedanke, dass ein Gott sich opfert, war der Antike fremd, so Jäger.

Für die personifizierte Liebe Gottes, dargestellt u. a. in den Johannesbriefen (Kapitel 4, Verse 8 und 16) gäbe es "keinen Vergleich in den Weltreligionen": Gott ist Liebe. Das ist wahrhaftig einzigartig und unvergleichbar! Ich danke Herrn Lorenz Jäger von Herzen, dass er diese Tatsache so schnörkellos in der FAS (Auflage: rund 400.000 Ex.) zu Wort gebracht hat und hoffe, dass dieser Samen auf fruchtbaren Boden fällt.

Leider hören wir diese "gute Nachricht" viel zu selten - nicht nur in den Kirchen oder im Konfirmations- und Religionsunterricht. So entsteht ein falsches Gottesbild, das das größte Hindernis zum christlichen Glauben darstellt. Das habe ich bereits neulich in meinem Blog-Eintrag

"Der liebe Gott sieht alles!" erläutert.

Der Autor Jäger sieht dieses Manko hingegen positiver als ich: "Mögen also andere Religionen sich derzeit auch demographische Vorteile verschaffen - der Anziehungskraft tun sie damit auch lange Sicht keinen Abbruch." Dafür stimme ich mit ihm überein, dass sich die Menschen nach einem "Gott der wirkende Liebe ist" sehnen und "nicht nach Größe, Erhabenheit Stärke oder Weisheit".

Das Christentum hat den Menschen das größte, beste und schönste Geschenk anzubieten: die Erlösung durch das Kreuz Jesu Christi und das ewige Leben im Himmel in Gemeinschaft mit dem Gott, der Liebe ist. Obwohl dieses Geschenk kostenlos ist, hat die "Kirche" es in den letzten 2.000 Jahren nicht verstanden, dieses Präsent angemessen zu "verschenken".

Einen Gott, der selber Liebe ist, darf und kann man getrost lieben. Wer würde sich gegen einen solchen himmlischen Vater stellen, der ein Leben im Paradies in sichere Aussicht stellt? "Wer mich liebt, wird meine Gebote halten" (5. Mose 11,22 & Johannes 14,15; 21), so Jesus. Doch gelebten Glauben findet man leider nur viel zu selten. Bei mehr als 2 Milliarden Christen müsste er eigentlich die Welt beherrschen. Das Resultat wäre ein Globus ohne Hungertod und Armut!

"Und glücklich ist der Mensch, dem, in einem Anderen, die Einheit von Glaube und Liebe wenigstens einmal im Leben sichtbar geworden ist" - ein Fazit am Ende des o. g. FAS-Jäger-Artikels, dass sehr traurig klingt und sicherlich ist...

Donnerstag, 3. Februar 2011

Wem gehört der Teich: Zwei Hemden näher als der Rock?

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Heute möchte ich nochmal auf den Nachtrag vom gestrigen Blog-Eintrag zurückkommen. Das Thema "Hungertod" ist sicher mehr als ein Post Scriptum wert, denn es geht um die Neu- bzw. Umverteilung der Welt bzw. ihrer Erzeugnisse. Schließlich soll sich der Mensch die Erde Untertan machen (1. Mose 1,28): "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht".

"Jesus starb für die Sünden der ganzen Welt. Jeder Mensch ist in seinen liebevollen Augen kostbar", so Corrie ten Boom (* 15. April 1892; † 15. April 1983) eine niederländische Christin, die während der nationalsozialistischen deutschen Besetzung der Niederlande eine Untergrundorganisation gründete, mit der zahlreiche Juden vor dem Holocaust gerettet wurden. Dafür wurde sie später von der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem mit dem Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern" ausgezeichnet (Quelle: Wikipedia). "Jeder Mensch" bedeutet Kostbarkeit ohne Ausnahmen und ohne Ansehen der Person.

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier", so der indische Menschenrechts- und Unabhängigkeitskämpfer Mahatma Gandhi (1869–1948). Da kommt man schon ins Nachdenken, oder? Sitzt uns allen nicht das Hemd näher als der Rock, indem wir den persönlichen Vorteil zuerst suchen?
Jesus: "Und wer dem geringsten meiner Nachfolger auch nur ein Glas kaltes Wasser reicht, darf sicher sein, dafür belohnt zu werden" (Matthäus 10,42). Jesus hat kein Programm aufgestellt, sondern einen Lebensstil geprägt.

Jesus hat gesagt, man kann nicht Gott und dem Mammon gleichzeitig dienen (Lukas 16,13): Niemand kann zwei Herren dienen. Denn man wird immer den einen hassen und den anderen lieben oder dem einen gehorchen, den anderen aber verachten. Ihr könnt nicht Gott und dem Geld zugleich dienen." Trotz mehr als 2.000 Jahre Christentum auf dieser Erde, ist aber nichts so, wie es Jesus den Menschen damals vermittelt hat und wie es in der "Heiligen Schrift" als der Wille Gottes vererbt worden ist. Doch das muss ja nicht für alle Zeit so bleiben.

Jeder Tag ist eine Neuanfang, an jedem Tag kann die Welt ein Stück besser gemacht werden. Frei nach der afrikanischen Weisheit: "Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern." - Sprichwort der Xhosa (Tansania, Südafrika, Botswana und Lesotho). Was haben die Menschen aus dieser Welt gemacht? Die Gier treibt uns täglich an, weil wir niemals zufrieden sein können und wollen. Der Mensch strebt nach mehr: Höher, schneller, weiter, größer, besser, schöner, bequemer...

Die "Finanzkrise" 2009 war das Resultat von Gier, deren Auswirkungen heute noch spürbar sind. Wir sind gierig nach Erdöl, das die Konzerne möglichst billig erschließen und möglichst teuer verkaufen wollen. Gewinnmaximierung treibt den Aktienkurs in die Höhe! Doch dann wundern wir uns, wenn Öl-Bohrungen auf dem Meeresgrund schiefgehen - wie 2010 im Golf von Mexiko - und Millionen Liter Erdöl die Weltmeere verschmutzen. Wir Autofahrer sind als Endverbraucher Teil dieses Systems, denn wir wollen viel fahren und billig tanken. Unsere Waren werden von Diesel-Lokomotiven und Lkws transportiert, der Wein beim Discounter kommt mit Diesel-Schiffen aus Chile und Südafrika.

In den Entwicklungsländern Afrikas werden Erdgas, Erdöl, Rohstoffe und (Blut)Diamanten seit Jahrzehnten abgebaut, ohne dass die Menschen davon etwas haben. Ausser, dass sie sich als billige Arbeitskräfte in den Minen etc. zu Tode schuften dürfen. Wer sind die Nutzniesser? Unser existierendes System und damit wir alle! Ist Geiz ist geil, wenn für Discount-Preise Kinder in Entwicklungsländern 14 Stunden am Tag für einen Hungerlohn arbeiten müssen? Wer von uns wollte nur einen Tag mit ihnen das Leben im "Sweatshop" tauschen? Das wäre geil!

Eine andere Welt ist möglich, eine andere Welt ist nötig, eine andere Welt ist bereits da - sie muss nur noch von uns umgesetzt werden. Doch wer in der "ersten Welt" will schon freiwillig etwas von seinem Wohlstand abgeben? Klar spenden wir gerne für "Brot für die Welt" oder auf die Katastrophenhilfe-Sonderkontos von Tsunamis in Thailand und Erdbeben in Haiti. Es geht aber nicht um punktuelle Katastrophenhilfe, sondern um ein System, das allen Menschen zu jeder Zeit gerecht wird.
"Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts" (1. Korinter 13,3). Die Liebe muss die Grundlage einer Umverteilung sein!

Jesus hat vor 2.000 Jahren eine Revolution der Liebe ausgerufen. Wenn ich "Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst" (Matthäus 22,39) wirklich ernst nehme, muss es doch für mich unerträglich sein, wenn auch nur ein Mensch auf dieser Welt erfriert oder verhungert oder an einer Krankheit stirbt, für die es Medikamente zuhauf gibt.
Paulus schreibt in Römer 12,2: "Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene." Das ist der unbequeme Auftrag!

Der junge US-Autor und "gewöhnliche radikale Christ" Shane Claiborne beschreibt das Manko in seinem Buch "The irresisteble revolution" sehr treffend: "Gib einem Menschen einen Fisch und er wird einen Tag lang satt. Lehre ihn das Angeln und er wird sein Leben lang satt. Das Problem ist, dass niemand fragt, wem der Teich oder das Meer gehört. Wir müssen gegen den Zaun angehen, der um den Teich errichtet wurde und sicherstellen, dass jeder ans Wasser kommen kann. Es gibt nämlich genug Fisch für uns alle." Bei diesem Gleichnis geht es nicht um Kabeljau!

Am Ende sind wir wieder beim Gier-Zitat von Gandhi, dem solche radikalen Aussagen zur Neu- bzw. Umverteilung sicher eher gestattet werden. Von ihm hätte man solche Aufrufe erwarten dürfen - vielleicht auch noch von Jesus, der sein Leben aus Liebe für uns gegeben hat, damit wir gerettet sein können (Johannes 3,16). Diese Rettung und alles andere, was von Gott kommt ist sehr teuer, aber für uns kostenlos: "Teilt eure Gaben genauso großzügig aus, wie ihr sie geschenkt bekommen habt!" (Matthäus 10,8) - mit anderen Worten: Umsonst habt ihr alles bekommen, umsonst sollt ihr es weitergeben.

Eine große Herausforderung zur Überwindung der Armut und für eine bessere Welt, in der jeder Mensch kostbar ist. Friedensnobelpreisträgering (1979) Mutter Theresa (* 26. August 1910; † 5. September 1997), die sich für die Ärmsten der Welt eingesetzt hat, erklärte: "Gott hat uns nicht zum Erfolg berufen, nur zur Treue. Wir können keine großen Dinge tun, nur kleine mit großer Liebe. Es geht nicht darum, wie viel man tun, sondern mit wie viel Liebe man es tut."

Glaube ohne gute Taten ist tot bzw. wertlos (Jakobus 2,17). Wir wählen jeden Tag: durch unsere Lebensweise, unser Kaufverhalten, dadurch welchen Werten wir uns verpflichten. Wir können unsere Stimme in Alltagsentscheidungen abgeben, wenn diese Alternative nicht auf dem Wahlzettel zu finden ist.
"Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines hat. Und wer etwas zu essen hat, soll es mit dem teilen, der nichts hat (Lukas 3,11). So dringt Gottes Gras durch den menschlichen Beton!


Christsein bedeutet mehr, als darauf zu hoffen, dass im Himmel alles gut wird!

Mittwoch, 2. Februar 2011

Nachher ist zu spät: So jung kommt man nicht mehr zusammen!

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Gestern abend war ich mit zwei alten Freunden in meiner Heimatstadt Wiesbaden unterwegs. Wir alle drei sind ein "Stück Wiesbaden" und kennen uns seit über 30 Jahren. Auch wenn wir uns nicht oft, aber regelmäßig sehen, pflegen wir einen intensiven, ehrlichen Austausch. Dabei geht es auch viel um Fußball, denn beide Sportfreunde sind - vielmehr als ich, der sich für den Fußballzirkus weniger interessiert - echte Fans von Mainz 05 und Eintracht Frankfurt, die bei Heimspielen immer live dabei sind.

Gestern musste ich mal wieder feststellen, dass ich zu vielen weltlichen Themen nur noch sehr wenig beitragen kann, bzw. zu sagen haben. Das verschafft mir die Rolle des aktiven Zuhörers, der mehr die Gemeinschaft und Gesellschaft an solchen Abenden genießt als die Gesprächsinhalte. Allerdings wurden auch zwei Punkte angesprochen, die mich zum Nachdenken angeregt haben und weshalb heute dieser Blog-Eintrag entsteht.


Freund MM - betreibt beruflich ein Architektenbüro - stammt aus normal-einfachen Verhältnissen (wie ich und Freund ME) und ärgert sich oft darüber, dass seine Arbeit und Person bei vielen Leuten, die ihn von früher kennen, nicht die angemessene Wertschätzung finden. Gerne werde man als derjenige abgestempelt, der man früher war und in die entsprechende Schublade gesteckt, aus der ihn die Leute nicht mehr rauslassen wollen. Stereotyp!

Da kenne ich ein prominentes Beispiel, dem es ebenso erging: Als Jesus in seine Heimatstadt Nazareth zurückkam, konnten ihn die Leute auch nicht als Sohn Gottes "erkennen", sondern sagten abschätzing "Ist das nicht der Sohn des Zimmermann Josefs?". Wegen ihres Unglaubens konnte Jesus in Nazareth keine Wunder tun (Markus 6,1-6) und verließ diese Szenerie schnell wieder. Der Prophet im eigenen Land bzw. in der eigenen Stadt gilt halt nichts. Damit sollte man sich abfinden, anstatt seine eigene Identität an der Meinung der Leute festzumachen. Die wahre Identität findet man nur in Gott, von dem man bedingungslos geliebt wird und mit dem nichts unmöglich ist (Philipper 4,13).

Freund MM sagte darüber hinaus den bemerkenswerten Satz, man solle jeden Morgen Gott danken für diesen neuen Tag. "Halleluja!", dachte ich. Er empfiehlt im Jetzt zu leben und das Dasein zu genießen, denn man wüsste nicht wann es mit einem zu Ende sein wird. Da kann ich nur zustimmen. Amen!

Der Tod kommt oft plötzlich, unerwartet und ohne Vorankündigung, so wie beim jüngsten prominenten Beispiel Bernd Eichinger, dem erfolgreichsten deutschen Filmproduzenten. MM meinte, das Leben sei keine Generalprobe, sondern die Uraufführung. Das sehe ich hingegen etwas anders. Meine Anmerkung, ob es ein Leben vor dem Tod gäbe, blieb unbeantwortet, weil nicht ernst genommen. In dieser Situation wäre die Frage angebracht gewesen, was die beiden Sportkameraden nach dem Tod erwarten. Es folgte aber ein schneller Themenwechsel - vielleicht weil die beiden spürten, dass von hier an das Eis dünner wird...


Ich glaube, das irdische Leben ist die Generalprobe für den Himmel - sozusagen das Heimspiel für die Qualifikation zur "Heavens-League". Im Hier und Jetzt müssen die Weichen richtig gestellt werden, damit am Ende der Reise das Ziel stimmt. Diese Entscheidung ist nicht revidierbar, sondern hat unumkehrbare Auswirkungen auf die Ewigkeit: Oneway-Ticket. Das beschreibt die Bibel - das Vermächtnis Gottes, in dem Er uns seinen Willen mitteilt - sehr deutlich in der Geschichte vom reichen Mann und Lazarus (Lukas 16-31). Nachher ist es zu spät!

Ich habe mir fest vorgenommen, diese Gedanken bald mit meinen beiden Freunden zu teilen, denn ich sehe mich hier in der Verantwortung - ein Wort, das in der Bibel übrigens nur zweimal vorkommt (Luther 1984).
"Und wer ist's, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert? Doch selbst wenn ihr dafür leidet, dass ihr das Richtige tut: Gott wird euch dafür belohnen. Also habt keine Angst und seid unbesorgt. Macht Christus zum Herrn eures Lebens. Und wenn man euch nach eurer Hoffnung fragt, dann seid immer bereit, darüber Auskunft zu geben, aber freundlich und mit Achtung für die anderen" (1. Petrus 3,13-16). Sehr gerne!
Nur der liebe Gott weiß, ob wir drei nochmal so jung zusammenkommen?

Nachtrag:
Zum Abschluss des Abends suchten wir noch das neue Wiesbadener Holocaust-Denkmal auf, das an der Stelle errichtet wurde, wo früher die jüdische Synagoge stand, die von den Nazis vor rund 70 Jahren zerstört wurde. Das 3,5 Mio. Euro teure Mahnmal zeigt reliefartig die 1.500 Namen jüdischer Bürger aus Wiesbaden, die durch die Nazis ermordet wurden. Eine sehr schlimme Sache!!!


Im Angesicht der Tatsache, dass heute in dieser Welt täglich zirka 30.000 Kinder verhungern, muss die Frage erlaubt sein, wer an diese Menschen denkt und uns mahnt, ihnen zu Essen zu geben. Ihr Tod ist genauso sinnlos, aber vermeidbar!
Es ist genug Nahrung für alle da! Und es ist genug Geld da!
Hätten die 3,5 Mio. Euro besser investiert werden können?
Sind uns Menschenleben weniger wert als ein Mahnmal aus vietnamesischem Basalt?