Sonntag, 1. Januar 2012

Prost Neujahr - Alles Gute für 2012! Go 4 it!!!

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Der Countdown ist abgelaufen! Endlich ist es da: das neue Jahr 2012 - lang ersehnt und heiß erwartet. Unter 2011 können wir offiziell einen Schlussstrich ziehen. Abgeschlossene Vergangenheit - Mund abputzen - nach vorne blicken! "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", sagen die Fußballer gerne tiefsinnig vor laufenden TV-Kameras. In jedem Anfang wohnt angeblich ein Zauber, der uns hilft, zu leben (Hermann Hesse)...


Nach 2011 ist vor 2012. Abpfiff = Anpfiff - 24 Uhr = 0 Uhr. Heute ist der erste von insgesamt 366 Tagen (Schaltjahr!), dann geht das Spiel und der Zauber von vorne los. Was wird das neue Jahr bringen, was dürfen wir von ihm erwarten?
Seit der Finanzkrise vor rund drei Jahren sind wir krisenerprobt: eine Krise jagte die nächste Katastrophe. Das öffentliche Leben gleicht einem einzigen Krisenmanagement. Zauberhaft! Vom privaten Bereich gar nicht zu reden - da meint man ja gerne, überall woanders läuft´s besser als zu Hause. Doch wehe man blickt hinter die Fassade...


Die Bundeskanzlerin hat das Volk in ihrer Neujahrsansprache problemorientiert auf ein "Krisenjahr 2012" eingeschworen. Jetzt nur nicht den "Sand in den Kopf stecken" (Rekordnationalspieler LM)!
Sicher ist: kaum etwas wird besser, leichter, einfacher, billiger, schöner. Alles unterliegt dem Verfall, nichts ist für die Ewigkeit. Die Frage ist, wie ich mit diesen Wahrheiten umgehe? Offensiv, defensiv, lösungsorientiert oder verdrängen? Wir jammern auf hohem Niveau...


Der am 21. 12. 2012 endende Langzeitkalender der Maya lässt für dieses Datum den Weltuntergang befürchten. Na Mahlzeit! Vorher noch mal schnell das Haus streichen, das Auto waschen, abspülen und feucht durchwischen. Die Fenster müssten auch noch geputzt werden und alle Daueraufträge bei der Bank sowie die Zeitung kündigen.
Man könnte sich ja eigentlich auf das Weltenende freuen, bei der ganzen Plackerei jeden Tag. Und der ganzen irdischen Sinnlosigkeit.
Wofür das alles? Wozu bin ich überhaupt auf der Welt? Um das ganze Elend ein Leben lang zu ertragen, bis ich tot ins Grab falle und dann in einem Sarg verwese? Aus dem Nichts zurück ins Nichts und dazwischen einige Jahre nur Arbeit, Verantwortung und Pflichterfüllung  - unterbrochen von jährlich zwei Wochen All-inclusive-Urlaub...


Das kann doch nicht alles sein!? Die zentralen menschlichen Fragen "Woher komme ich?" und "Wie soll ich leben?" und "Wohin gehe ich?" lassen sich doch einfach beantworten:
  • Ich komme von meinem Schöpfergott, der mich liebevoll nach seinem Ebenbild geschaffen hat.
  • Ich soll in enger Gemeinschaft mit Gott leben und mich Ihm anvertrauen. Er richtet alles zum Besten.
  • Nach dem Tod werde ich durch Gottes Kraft auferstehen und ewiges Leben in Seinem Himmel mit Ihm haben.
So sagt es uns die Bibel, die "Heilige Schrift", Gottes "Testament", die von göttlich inspirierten Menschen geschrieben wurde: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben..." (2. Timotheus 3,16).


Wenn ich auf Jesus schaue, verblassen alle alltäglichen Dinge des Lebens. Probleme werden klein, Mücken nicht zu Elefanten. Und ich kann angstfrei leben, denn ich weiß, dass am Ende alles gut wird. Sehr gut!
Nach dem Jahr ist vor dem Jahr! Bis Silvester und nach Neujahr gibt es immer nur eine Wahrheit die trägt und hält: Jesus.
Er ist alles, was wir brauchen - alles dreht sich um Ihn, den Anfänger und Vollender des Glaubens, für den und durch den alles Geschaffen wurde:
"Da wir von so vielen Zeugen umgeben sind, die ein Leben durch den Glauben geführt haben, wollen wir jede Last ablegen, die uns behindert, besonders die Sünde, in die wir uns so leicht verstricken. Wir wollen den Wettlauf bis zum Ende durchhalten, für den wir bestimmt sind. Dies tun wir, indem wir unsere Augen auf Jesus gerichtet halten, von dem unser Glaube vom Anfang bis zum Ende abhängt. Er war bereit, den Tod der Schande am Kreuz zu sterben, weil er wusste, welche Freude ihn danach erwartete. Nun sitzt er an der rechten Seite von Gottes Thron im Himmel! Denkt an alles, was er durch die Menschen, die ihn anfeindeten, ertragen hat, damit ihr nicht müde werdet und aufgebt" (Hebräer 12,1-3).

Ich wünsche euch nicht nur alles Gute und Gottes Segen
für das Neue Jahr 2012, sondern insbesondere eine tiefe
und innige Gemeinschaft mit Gott. Go 4 it!!!
Aus dieser Beziehung ergibt sich alles weitere...

Samstag, 31. Dezember 2011

Zukunftsperspektive 2012 ff

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"Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr."
Dietrich Bonhoeffer


An Gottes Hand können wir zuversichtlich in dieses neue Jahr 2012 gehen - allen Widrigkeiten zum Trotz.


"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig", sagt Gott -
dies ist die Jahreslosung für 2012 (2. Korinther 12,9).


Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard (1813-1855)
drückt es so aus:
"Gott kann machen, dass das Falsche zu dem noch Besseren wird, als das Richtige gewesen wäre".

"Aus einem leeren Beutel Geld zählen,
aus den Wolken Brot backen,
das ist unseres Herrgotts Kunst allein.
Dennoch tut er’s täglich. Er macht aus nichts alles."
Martin Luther

Jesus Christus eröffnet uns die Zukunft. Er bietet uns Perspektiven, die über das Hier und Heute hinausgehen -
über 2012 und über unser Leben hinaus!


Guten Rutsch -  
in ein Neues Jahr mit Perspektive!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Der Knaller zum Schluss

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Zum Jahresende
wünsche ich Euch
für das Neue Jahr 2012

Freiheit zum Träumen,
Zeit zum Vergessen,
Weite zum Denken,
Weisheit im Tun und Lassen,
Aufrichtigkeit mit Menschen,
Erfolge in allen Unternehmungen,
Gelassenheit im Dasein,
stabile Gesundheit

sowie
ein weites Herz zum Glauben,
viel Mut zum Bekennen

und vor allem:

Gottes reichen Segen in Fülle!

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Mittwoch, 28. Dezember 2011

Weihnachtliche Glaubensfreiheit & weltweite Christenverfolgung

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Pünktlich zu Weihnachten kam die NRW-Linke mit einem wenig gottesfürchtigen Vorstoß um die Ecke: Die Partei verlangt, die "Ehrfurcht vor Gott" aus der NRW-Verfassung zu streichen. In Artikel 7 der NRW-Verfassung heißt es: "Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zu sozialem Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung". Dieser Passus ist Stein des Anstoßes für die Linken.

Die "Ehrfurcht vor Gott" sei als Erziehungsziel aus der Landesverfassung zu streichen, verlangt Gunhild Böth von der Linksfraktion im Düsseldorfer Landtag. Damit werde allen Menschen eine Vorstellung von einem monotheistischen Gott übergestülpt, kritisierte Böth. Die Passage verstoße auch gegen die negative Religionsfreiheit - also die Freiheit, nicht zu glauben.

Im christlich geprägten Abendland spielt der Glaube an Gott kaum mehr Rolle. Im Zuge des Laizismus - Trennung von Kirche und Staat - wird der Glaube zur Privatsache erklärt. Die höchsten Gerichte entscheiden darüber, ob Kruzifixe in Klassenräumen hängen und islamische Frauen im öffentlichen Dienst Kopftuch tragen dürfen.

Die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit muss für alles herhalten, was das Christentum schwächt und andere Weltanschauungen stärkt. Dieser Eindruck drängt sich einem auf, auch vor dem Hintergrund der "Meldung der Woche": In NRW wird an staatlichen Schulen offiziell der Islam-Unterricht eingeführt, "damit die Migranten sich hierzulande wohler bzw. heimischer fühlen", so die offizielle Begründung. Habe nichts dagegen! Ob es Deutschland hilft, weiß ich nicht…

Hier wird Hilfe benötigt: http://www.opendoors-de.org/ und http://www.verfolgte-christen.org kann man sich informieren, wie stark Christen auf der ganzen Welt verfolgt werden. Nach Nordkorea ist die Christenverfolgung insbesondere in den islamischen Ländern stark ausgeprägt: Iran, Afghanistan, Saudi Arabien, Irak, Pakistan usw. "Rund 100 Millionen Christen werden derzeit in über 50 Ländern aufgrund ihres Glauben verfolgt und benachteiligt. Damit sind Christen die weltweit größte verfolgte Religionsgemeinschaft", so Open Doors auf Ihrer Homepage. Davon wird in den Medien viel zu wenig berichtet.

Foto: Focus Online

Leider gab es an Weihnachten auch wieder schreckliche Terroranschläge gegen Christen in Nigeria. Die Presse berichtet von mehr als 35 Toten, darunter viele Frauen und Kinder.
Zu der Anschlagsserie bekannte sich die islamistische Sekte Boko Haram, die im muslimisch geprägten Norden Nigerias die Errichtung eines islamischen Gottesstaates anstrebt. Die Sekte will ihre Attacken in den nächsten Tagen fortsetzen.
Tagesspiegel.de schreibt dazu: "Als Konsequenz auf die blutigen Anschläge in Nigeria fordert die CSU mehr Schutz für Christen weltweit. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, warnt allerdings davor, Religion als Auslöser der Gewalt zu sehen."


Foto: Focus Online

Während die Menschen – gläubig oder nicht – im christlichen Abendland an Weihnachten in gemütlicher Atmosphäre unbehelligt unter dem „Christbaum“ ihre unzähligen Geschenke auspacken können, werden Christen in vielen anderen Ländern verfolgt, gefoltert, massakriert und getötet. Der arabische Frühling mit seinen Revolutionen in zahlreichen Ländern des Nahen Ostens stellen für die dortigen Christen - siehe aktuell in Ägypten - eine große Bedrohung dar - für Leib und Leben. Siehe „Weltverfolgungsindex 2011“ auf
http://www.opendoors-de.org/

Aus diesem Grund möchte ich zu mehr Bewusstsein und Solidarität aufrufen sowie zur Unterstützung von Organisationen, die verfolgten Christen auf der ganzen Welt helfen.


Dienstag, 27. Dezember 2011

Ein Zeuge: "Licht der Welt" aus Südafrika

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„Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich dabei klein machst,
hilfst du der Welt nicht.

Wir sind geboren, die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren,

die in uns ist.

Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in uns allen.

So, wie wir befreit sind von unserer eigenen Angst,
so befreit unser Dasein – wie von selbst – andere.“


Nelson Mandela













Jesus kam als das Licht in diese Welt: „Jesus sagte zu den Leuten: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.«“ (Johannes 8,12).
Und zu allen, die an Ihn glauben, sagt Er: „Ihr seid das Licht der Welt - wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können. Versteckt euer Licht nicht unter einem umgestülpten Gefäß! Stellt es lieber auf einen Lampenständer und lasst es für alle leuchten“ (Matthäus 5.14-15).

Bei Jesus geht es nicht um eine religiöse Idylle, den geschützten Innenraum einer Frömmigkeit, mit der man sich aneinander wärmen kann. Diesen Zustand des „Bratens im eigenen Saft“ – übertragen auf das Christentum – findet man leider in vielen Kirchengemeinden. Die Ernte ist reif, doch der Arbeiter sind wenige, sagt Jesus. Die Ernte wird draußen eingefahren, nicht in den Kirchengebäuden, im Hauskreis, auf dem Petersplatz oder auf dem Kirchentag.

Jesus möchte, dass wir mit dem Herz glauben und mit dem Mund bekennen (Römer 10,9 & 10). Nach Seiner Auferstehung und vor Seinem Abschied – Himmelfahrt – gab Jesus Seinen Jüngern den „großen Auftrag“, auch „Missionsbefehl“ genannt: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit“ (Matthäus 28,18-20).

Dieser „große Auftrag“ Jesu gilt auch heute noch. Mit dem Herzen glaubt man, mit dem Mund bekennt man. Wie seine Jünger vor 2.000 Jahren seine Zeugen waren (Johannes 15,27), sollen wir auch heute Seine Zeugen in der Welt sein (nicht zu verwechseln mit den „Zeugen Jehovas“, die Jesus nicht als Gott ansehen!) – nicht in Afrika oder Indien oder Papua Neuguinea, sondern im Alltag: auf der Arbeit, im Verein, beim Sport oder im Treppenhaus.

"Wer sich meiner oder meiner Botschaft schämt, dessen wird sich der Menschensohn auch schämen, wenn er in seiner Herrlichkeit und in der Herrlichkeit seines Vaters und der heiligen Engel wiederkommt" (Lukas 9,26 & Markus 8,38). "Jesu Zeugen" drängen Ihr Zeugnis nicht auf, sondern geben es zu passender Zeit, wie der Bauer die Saat aussät, wenn die Zeit reif ist...

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Montag, 26. Dezember 2011

Gedöns*-Terror an Weihnachten?!

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*Gedöns = umgangssprachlich leicht abwertend für
1. Gehabe; unnötiges Aufheben; Firlefanz; Kleinigkeiten; etwas, das man nicht ernst nehmen muss
2. Zeug; Kram; Ersatzbegriff für vergessene Begriffe oder Dinge, für die keine Bezeichnung existiert

Synonyme für Gedöns:
Aufheben, Aufwand, Brimborium, Gehabe, Getöse, Getue, Geziere, Heckmeck, Klamauk, Klimbim, Kram, Mist, Prunk, Rummel, Schrott, Terror, Theater, Trödel, Umstände, Zirkus, Mariniertheit, Überfeinerung, Gerappel, Firlefanz, Schnickschnack

Wer auf Jesus schaut, für den verblassen die vermeintlich wichtigen Dinge des Lebens auf dieser Erde. Die Prioritäten ordnen sich neu. Man lebt mit einem veränderten Bewusstsein und erkennt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Jesus sagt: "Siehe, ich mache alles neu!" (Offenbarung 21,5), Er will uns einen "neuen Geist" schenken (Hesekiel 11,19 u.a.), einen Geist, der "lebendig macht". (2. Korinther 3,6).

"Durch Christus habt ihr jedoch etwas anderes kennen gelernt. Wenn ihr ihm zugehört habt und die Wahrheit kennt, die in ihm ist. Deshalb sollt ihr euer altes Wesen und eure frühere Lebensweise ablegen, die durch und durch verdorben war und euch durch trügerische Leidenschaften zu Grunde richtete. Lasst euch stattdessen einen neuen Geist und ein verändertes Denken geben. Als neue Menschen, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes und zur Gerechtigkeit, Heiligkeit und Wahrheit berufen, sollt ihr auch ein neues Wesen annehmen" (Epheser 4,20-24).


"Turn your eyes upon Jesus,
Look full in His wonderful face,
And the things of earth will grow strangely dim,
In the light of His glory and grace."


aus dem Lied: "The heavenly vision" von Helen H. Lemmel (1922).


Hier die vielleicht nicht getragenste, aber dafür die rockigste Version von Third Day (live):
http://www.youtube.com/watch?v=OD6Z1-e7UgU

Und hier die anfangs etwas geigenlastige Interpretation von Michael W. Smith (live):
http://www.youtube.com/watch?v=5bMONaW0Uww&feature=related

Sonntag, 25. Dezember 2011

"Christ, der Retter ist da!"

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Gestern, am 24. 12. 2011 – „Heilig Abend“ -, war ich beim „Familiengottesdienst“ um 16 Uhr. Die kleine Kirche war bereits 20 Minuten vor „Showtime“ bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Besuchern auch viele Auswärtige, die gerne hierher kommen, weil es so gemütlich ist. Ab viertel vor Vier Uhr nur noch Stehplätze für die Spätkommer. „Was ist denn hier los?“, so der ev.Pfarrer bei seinem Eintreffen überrascht vom großen Andrang. Normalerweise predigt er vor sechs bis sieben Kirchgängern, die regelmäßig aus dem Kirchenvorstand und der Küsterin bestehen.

Das Thema des „Familiengottesdienstes“ lautete: „Stern von Bethlehem – Zeig uns den Weg!“ Ein kleiner Stern irrte durch die Weltgeschichte auf der Suche nach dem Stern von Bethlehem. Für Kinder eine ganz nette Geschichte, die aber leider – wie so oft an Weihnachten – am Thema vorbeigeht. Da Weihnachten der Geburtstag von Jesus – Gottes Sohn – ist, sollte dieser auch konkret im Mittelpunkt stehen. Hildegard von Bingen hat es auf den Punkt gebracht: „Gottes Sohn wurde Mensch, damit der Mensch Heimat habe in Gott“, so der Text auf der Weihnachtskarte meiner Frau.

In Gott kann man Heimat haben, nicht in Sternen. Der Pfarrer klärte die Kindergeschichte anschließend auf: Unter allen Sternen, die am Firmament ihre Bahnen ziehen, gibt es nur einen, nach dem wir navigieren können! Dieser Fixstern am Himmel und im Leben ist Jesus (der „Morgenstern“ aus Offenbarung 22,16).
Ergänzung meinerseits: Dieser "Morgenstern" ist ewiglich (Hebräer 13,8) unter allen Sternen, die uns leuchten, die noch entdeckt werden oder die bereits erloschen sind. „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1,15-17).

Christ ist erschienen, um uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit“, sang die „Heilig-Abend-Gemeinde“ im Eingangslied „O du fröhliche“.
Welch ein Freude für die Christenheit!

Im zweiten Lied „Ich steh‘ an deiner Krippen hier“ kam es ganz dicke:
Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring‘ und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut,
nimm alles hin und lass dir’s wohlgefallen
“.
Da waren meine Augen aber feucht, bei einem so starken Liedtext!

Weiter im dritten Weihnachtslied „Herbei, o ihr Gläub‘gen“:
Herbei, o ihr Gläub’gen, fröhlich triumphieret.

o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!“

Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen
‚Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!‘“

Einwandfrei!

Im vierten Lied „Hört der Engel helle Lieder“ bewegte mich folgende Textzeile in der 3. Strophe besonders:
Sie (die Hirten aus Strophe 2) verkünden uns mit Schalle, dass der Erlöser nun erschien,
dankbar singen sie heut alle an diesem Fest und grüßen ihn

Der Erlöser!

Auch im letzten, allseits bekannten Weihnachtslied „Stille Nacht“ habe ich in der 3. Strophe tiefgründige Textzeilen gefunden, die den Ursprung, die Botschaft und die Bedeutung von Weihnachten verdeutlichen:
Stille Nacht, heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt

denn:
Christ, der Retter ist da!“ (2. Strophe)

Um ehrlich zu sein, wollte ich eigentlich zuerst gar nicht in den Gottesdienst mitgehen. Habe mich aber dann von meiner Familie überreden lassen. Zudem ist es eine sehr schöne Sitte, dass sich die Kirchenbesucher nach dem Gottesdienst alle vor der Kirche versammeln und sich gegenseitig persönlich „Frohe Weihnachten!“ wünschen. So wurde – u. a. dank der Auswahl der Weihnachtslieder – der gestrige Nachmittag für mich doch noch zu einer freudigen Veranstaltung, die das „Thema des Tages“ nicht verfehlt hatte: „Christ, der Retter ist da! bzw. „Jesus – the reason for the season“.

Wünsche Euch besinnliche, freudvolle Feiertage im Kreise Eurer Liebsten!