Montag, 27. August 2012

Monotheistisch-interreligiöse Feldkapelle: "Geht", "macht", "tauft", "lehrt"

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"Denk mal darüber nach, wo Gott dich anspricht und anrührt", sagte der katholische Kaplan bei der Einweihung einer Kapelle für die drei monotheistischen Weltreligionen am Samstag in Wiesbaden. Initiator und Auftraggeber des Neubaus in Form eines überdimensionalen, liegenden Passionskreuzes mit Andachtsraum ist die Stiftung "Matthäus 7,12", die sich der Verbreitung der christlichen Lehre verpflichtet hat. An der neuen Feldkapelle in den Streuobstwiesen von Wiesbaden-Sonnenberg wird zur Meditation, Besinnung und Einkehr geladen.


Neben evangelischen und katholischen Geistlichen war auch der WI-Oberbürgermeister Dr. Helmut G. Müller zum Festakt erschienen und äußerte im Grußwort den Wunsch, dass alle Wiesbadener Bürger die Einladung annehmen, die Begegnungsstätte der drei großen Weltreligionen zu besuchen. Vertreter der jüdischen Gemeinde und der Muslime waren der Einweihung allerdings ferngeblieben. Angeblich sei nicht einmal eine Reaktion auf die offizielle Einladung erfolgt. Vielleicht war Ihnen das Kreuz - Sinnbild für die Erlösung durch Jesus Christus - zu "überdimensional" oder zu christlich-religiös geprägt...



Quelle: "Wiesbadener Tagblatt" vom 27. 8. 2012



Andere Religionen, andere Sitten: Während man ins Judentum hineingeboren wird oder nur durch die Erfüllung hoher Auflagen Zutritt erhält, steht bei den Muslimen das Konvertieren unter (Todes)Strafe. Jesus hingegen spricht Einladungen aus: Er kam zu den Menschen und rief sie zu sich mit den Worten "Komm" (Matthäus 11,28 et al) oder "Folge mir nach" (Matthäus 19,21 et al). Er lässt den Menschen immer die Entscheidungsfreiheit, zwängt sich niemanden auf und will schon gar keine Strafen aussprechen. Im Gegenteil: Er nahm die Strafe auf sich, damit wir frei sein können.


Jesus sagte (Johannes 14,6): "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben - niemand kommt zum Vater außer durch mich".
"Und dies hat Gott versichert: Er hat uns das ewige Leben geschenkt, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Leben; wer aber an den Sohn Gottes nicht glaubt, hat auch das Leben nicht" (1. Johannes 5,11-12).


Nur das kann der Inhalt eines interreligiösen Dialogs sein - nicht aggressiv, fordernd, belehrend oder "missionierend", sondern in Form einer Einladung, so wie sie Jesus ausgesprochen hat. Diesen Auftrag (lat. "mission" von  mittere = entsenden, schicken, werfen und ‚gehen lassen‘) hat Jesus Seinen Jüngern - gestern wie heute - selbst gegeben (Matthäus 28,18-20): "Jesus kam und sagte zu seinen Jüngern: »Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit«".


"Geht zu" bedeutet aktives Zugehen, nicht darauf zu warten, dass einer vielleicht in eine "interreligiöse" Feldkapelle kommt, um dort zu seinem Allah oder Jehova zu beten. Beim vielgepriesenen "Miteinander der Religionen", für das am Ende der Feldkapellen-Einweihung gemeinschaftlich gebetet wurde, muss es darum gehen, die Frohe Botschaft bzw. das Evangelium von Jesus Christus an die anderen Menschen in Liebe weiterzugeben - als Einladung selbst über die Jesus-Brücke in den Himmel zu gehen, der für jedermann offen steht. Jesus ist ohne Alternative, sagt uns der himmlische Vater.


Es gibt nur eine Wahrheit: "Gott möchte, dass jeder gerettet wird und die Wahrheit erkennt. Denn es gibt nur einen Gott und nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen: Das ist Christus Jesus, der Mensch geworden ist. Er gab sein Leben, um alle Menschen freizukaufen. Das ist die Botschaft, die Gott der Welt gab, als die Zeit dafür gekommen war" (1. Timotheus 2,4).
Entweder wir glauben an diese Wahrheit, dann müssen wir sie an andere weitergeben oder es ist nicht die Wahrheit, dann sind wir alle verloren. Mit dem Tod wäre alles aus und in diesem kurzen, irdischen Leben bräuchten wir kein Weihnachten, Ostern, Gebete, keine Kirchen, Kreuze, Taufe, Konfirmation, Kommunion oder Feldkapellen. Auch die Zeitrechnung und Wocheneinteilung wären hinfällig.
Wir könnten stehlen, plündern, morden, rauben und betrügen "auf Teufel komm raus" - wobei den Teufel gäbe es ja dann auch nicht - aber es wäre sicher nach seinem Geschmack.


Jesus ist ohne Alternative! Dieser gottgegebene Anspruch des Christentums, alleinseligmachende Religion zu sein, wird oft äußerst kritisch gesehen, insbesondere von Anhängern anderer Religionen. Diese Kritik ändert aber nichts an der Wahrheit. Jesus ist und bleibt der Heiland und Retter der Welt, ob du es glaubst oder nicht.
Die Frage ist, wie wir mit dieser erlösenden Wahrheit umgehen.


Wenn Christen anderen Menschen in Liebe begegnen, statt besserwisserisch oder belehrend, sollte ein freundlicher Dialog immer möglich sein - ohne unseren Glauben zu schmälern oder zu verwässern, um den Andersgläubigen entgegen zu kommen. Denn das würde auch unseren Gott und alles, was Er für uns getan hat, schmälern und verwässern. Jesus selbst ist die Frohe Botschaft, denn nur Er hat uns erlöst. Kein anderer war Mensch und Gott zugleich. Niemand sonst ist stellvertretend für unsere Sünden gestorben. Kein anderer hat uns den Weg zum Himmel frei gemacht!


Jesus: "Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch" (Johannes 20,21). Unsere Aufgabe ist "nur", die volle Frohe Botschaft weiterzugeben, nicht andere Menschen zu bekehren. Das ist einzig und allein Gottes Aufgabe! Um ein biblisches Bild zu benutzen: Wir streuen den Samen aus, aber das Gedeihen bewirkt allein der himmlische Vater (1. Korinther 3,7).
 

Wo und wie spricht und rührt Gott dich an?
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