Montag, 17. Mai 2010

Einladung zu 24/7/365: "Ke nako" - Es ist an der Zeit für Einheit statt Vereinsmeierei

Heute habe ich mal wieder den Mut, hier aufzutauchen, um den Schöpfer beim WORT zu nehmen - entsprechend dem Motto der WM 2010 in Südafrika: "Ke nako!", was so viel heißt wie "Es ist an der Zeit!" An der Zeit ist es auch, mich ungefragt zum neulich beendeten deutschen ökumenischen Kirchentag zu äußern. Tausende von Menschen, gute Stimmung trotz schlechtem Wetter. Alles live im Fernsehen. Tolles Happening mit tollen orangen Event-Schals.
Vorab: Aus gegebenem Anlass bin ich weder Kirchengänger noch Kirchenfreund, deshalb vor fast 25 Jahren aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten. Ein Missbrauchsfall lag meinerseits nicht vor, es war aber trotzdem für mich der falsche Verein. Vereinsmeierei und Kirchtumdenken sind im Glauben unangebracht!

Zurück zum Kirchentag: Vor rund 500 Jahren hat sich im Zuge der Reformation (1517) die Amtskirche gespalten in ein evangelisches (Protestanten)und ein katholisches Lager (Traditionalisten). Einer der protestantischen Agitatoren ist unter dem Namen Martin Luther bekannt, der hierzulande sehr erfolgreich wirkte. In der jüngeren Vergangenheit gibt es Bestrebungen, die Kirche stärker zu einen und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Diese Bewegung nennt sich Ökumene. Im Jahr 2003 fand in Berlin der erste ökumenische Kirchentag statt, 2010 in München der zweite und für 2017 ist - zur Erinnerung an 500 Jahre Reformation - der dritte ökumenische Kirchentag geplant. Sind das die Meilensteine in den letzten 500 Jahren Kirchengeschichte?

Bei den Deutschen bröckelt seit einiger Zeit die Religiosität. Kirchenaustritte mehren sich kontinuierlich, aktuell aufgedeckte Missbrauchsfälle unterstützen diese Entwicklung auf besonders traurige Weise. Ganz im Gegensatz zu diesem Abwärtstrend ist im Land der Reformation viel Bewegung auf dem Feld der Religionen, u. a. bedingt durch die Zuwanderung. Nicht nur durch den stark expandierenden Islam, sondern auch durch rund 1,3 Mio. Anhänger der orthodoxen Ostkirche und einer Revitalisierung jüdischer Gemeinden. Dazu kommen Baptisten und Pfingstkirchler aus Osteuropa sowie Afrika.

Eine ähnliche diversifizierende Entwicklung hat die USA bereits hinter sich, wo es eine große Vielfalt an Glaubensgemeinschaften gibt. Auch in Deutschland ist eine Abnahme des staatlich gestützten Duopols zu Gunsten einer Vielgestalt christlicher Denominationen festzustellen zugunsten von Adventisten, Baptisten, Freikirchen, Mennoniten, Methodisten, Mormonen, Pfingstler, Pietisten, Zeugen Jehovas - um nur einige zu nennen, die von den hiesigen Amtskirchen als "Sekten" abgetan werden. Im Neuen Testament werden Denominationen zuerst in der Gemeinde von Korinth beschrieben: "Denn wenn der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos –, ist das nicht nach Menschenweise geredet?" (1. Korinther 3,4).

Die Christenwelt wird vielfältig - ein gesellschaftspolitisch beliebtes Adjektiv. Pluralistisch und multikulturell soll die Gesellschaft sein, nach den Vorstellungen der weltlichen Politiker, die das Volk repräsentieren. Aber - und jetzt kommt's: Christen sollten sich doch eigentlich am Willen Gottes orientieren und nicht an den eigenen, selbstgemachten Phantasien. Und Gottes Wille ist eindeutig, denn er steht in der einzigen authentischen Quelle, die es über Gott gibt: die Bibel. Deshalb wird das Buch auch "Gottes Wort" genannt.

Ist Gott die Ökumene wichtig? Gott hat die Kirchen nicht geschaffen. Im Gegenteil! Er hat die Gläubigen zur Einheit aufgerufen (Johannes 17,11 & 21-22), nicht zur Diversifikation. "Auf diese Weise sollen wir alle im Glauben eins werden und den Sohn Gottes immer besser kennen lernen, sodass unser Glaube zur vollen Reife gelangt und wir ganz von Christus erfüllt sind" (Epheser 4,13) - eins in Jesus Christus (Galater 3,28).

Kirchen hingegen sind menschgemachte Institutionen, denen es in der Kirchengeschichte weniger um Gott als um die Manipulation und Kontrolle der Menschen ging. Wer nicht pariert, kommt in die Hölle! Hexen wurden bereits im Diesseits verbrannt. Wer nicht in die Hölle bzw. Vergebung seiner Sünden wollte, musste dafür bezahlen. Dieser sog. "Ablasshandel" war einer der Gründe für die Auslösung der Reformationsbewegung. Dabei kann doch nur Gott Sünden vergeben und nicht der "Herr Pfarrer". Der Papst auch nicht, obwohl er sich als Stellvertreter Gottes auf der Erde bezeichnet. Nach eigenen Angaben unfehlbar. Absurd!

Der einzige Mensch, der jemals vollkommen und unfehlbar Gottes Interessen auf der Erde vertreten hat, war Jesus - Gottes Sohn, der vom Vater gesandt wurde (Johannes 3,16), um uns zu zeigen, wie der Vater ist und um uns Seinen Wille zu offenbaren. Zur Zeit von Adam und Eva im Paradies, auch "Garten Eden" genannt, gab es keine Kirche, in der die beiden sonntags um Punkt 10 Uhr zu erscheinen hatten. Sie lebten in der Gegenwart und in der Gemeinschaft mit Gott persönlich. So sah Sein ursprünglicher Plan aus, bevor sich die beiden entschieden, eigene Wege zu gehen. Der Teufel in Gestalt einer Schlange hatte ihnen suggeriert, dass sie selber wie Gott und unsterblich sein könnten, wenn sie von der verbotenen Frucht aßen (1. Mose 3,4-6). Leider sind sie dem "Lügenfürst" auf den Leim gegangen. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Wir erliegen täglich der Versuchung. Was bei den Menschen hoch angesehen wird, ist Gott ein Gräuel (Lukas 16,15), denn die Anerkennung der Menschen ist uns nach wie vor wichtiger als die Anerkennung durch Gott (Johannes 12,43).

In Gottes offenbarten Plänen für die Zukunft der Menschheit ist ebenfalls keine Kirche vorgesehen. Im "neuen Jerusalem", so das neue Paradies, das Jesus nach seiner Wiederkehr laut Bibel errichten wird, wird es auch keine Kirchen geben (Offenbarung 21,22): "Kein Tempel war in der Stadt zu sehen, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, und das Lamm (Jesus) sind ihr Tempel". Es ist dieselbe kirchliche Null-Infrastruktur im vergangenen wie im kommenden Paradies. Gott ist treu, verbindlich und absolut zuverlässig, deshalb ändert er seine Meinung nicht - vom Anbeginn der Zeit bis in die Ewigkeit: "Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus und er ist treu: Er steht zu seinem Wort" (1. Korinther 1,9) - "Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit!" (Hebräer 13,8).

In diesem paradiesischen Idealzustand - "Reich Gottes" - können die Menschen intime Gemeinschaft mit Gott haben, so wie ein Vater engen Kontakt zu seinen geliebten Kindern haben möchte. Genau wie die Jünger rund drei Jahre Bett und Tisch mit Jesus teilten - 24 Stunden am Tag/7 Tage die Woche/365 Tage im Jahr. Jesus versprach, bevor er die Menschen verließ, um zum himmlischen Vater zurückzukehren (Christi Himmelfahrt!), dass er bei uns sein wird alle Tage bis ans Ende der Zeit (Matthäus 28,20). Damit stellte Er uns diese göttliche Gemeinschaft bereits im Hier und Jetzt in Aussicht. Wir müssen nur wollen!

"Es ist vollbracht!", sagte Er kurz von seinem Tod am Kreuz (Johannes 19,30), als Er die Sünden der Welt auf sich nahm (Markus 10,45). Seitdem steht nichts mehr zwischen Gott und den Menschen. Wir haben freien Zugang zu unserem himmlischen Vater! Wer braucht da noch Pfarrer, Bischöfe, Ratsvorsitzende, Papst und Kirchengebäude?

Ich suche weder Kirche, Gottesdienst noch Ökumene, bei der es sich nur um die Angleichung von menschgemachten Ritualen; Liturgien und die Durchführungsbestimmung von Gebräuchen dreht. Alles, was ich brauche, ist Jesus, der immer für mich da ist: 24/7/365. Ich halte es, wie mein Freund Geo, der derzeit in den Townships von George (Südafrika) den Menschen von Jesus erzählt, um ihnen Seine Liebe näherzubringen: "Ich glaube an Jesus, nicht an Denominationen", so Geo unverblümt. Überragendes Statement!

Zu Jesus kann ich immer kommen - mit vollem oder leerem Herzen. Nicht nur sonntagmorgens um 10 Uhr oder einmal im Jahr bei der überfüllten Christmette. Er hat immer Trost und Ermutigung, Er gibt meiner Seele Ruhe! (Matthäus 11,29) Bei Ihm finde ich das wahre Leben - pur und unverfälscht. "Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss" (Johannes 10,10).

Den lebendigen Gott kann man real in seinem eigenen Leben er-leben. Probieren Sie es aus, Sie haben nichts zu verlieren! Gott belohnt diejenigen, die Ihn suchen (Hebräer 11,6). Mit Ihm können Sie nur gewinnen, denn Er liebt Sie bedingungslos und grenzenlos. Vertrauen Sie sich Gott an, Er wartet auf Sie!

Gott ist nur ein Gebet weit entfernt!

1 Kommentar:

  1. Guten Tag Herr Meurer,

    es ist Freitag und ich vermisse den Wocheneintag.

    M.d.B.u. zügige Erledigung

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